7 wichtige Tipps für einen Campingtrip durch die USA

Vorbereitung, nötige Papiere und Ausstattung

Einmal mit dem Camper die USA entdecken… dieses Abenteuer steht vermutlich bei vielen Individual-Urlaubern auf der Wunschliste. Ein Wohnmobil mieten und damit auf eigene Faust das Land der unbegrenzten Möglichkeiten erkunden. Die Freiheit pur erleben, während man über die Route 66 fährt. Wer gerne unabhängig und flexibel reist und sein Abenteuer selbst bestimmen möchte, der liegt mit einem Campingurlaub in den USA genau richtig. “Get your kicks on Route 66!”

Doch an was muss man alles denken, wenn man sich für solch einen USA-Urlaub interessiert? Und was muss man beachten, wenn man einen geeigneten Camper ausleihen möchte? Wie sind die Straßenverhältnisse und welche Stellplätze gibt es auf der Strecke? In diesem Artikel geben wir Ihnen die wichtigsten Infos und Tipps für eine individuelle Campingreise durch die USA.

Den Road Trip mit dem Camper gut vorbereiten

Generell empfehlen wir Ihnen, Ihre Camper Rundreise gut vorzubereiten und alle Buchungen bereits im Voraus im Internet zu tätigen. So können Sie sich in Ruhe über alle Buchungs-Optionen informieren, anstatt vor Ort blind irgendein Angebot zu unterschreiben. Achten Sie dabei auf die auf die folgenden Details:

1.     Ausstattung des Campers

Wie bei jedem Fahrzeug, gibt es auch bei der Ausstattung von Wohnmobilen große Unterschiede. Die verschiedenen Hersteller bieten vom einfachen Mini-Camper bis zum modernen Luxusheim auf Rädern alles an. Benötigen Sie auch Extra Zubehör, wie zum Beispiel Stromgeneratoren, Kindersitze oder Fernseher? Überlegen Sie sich vorab gut, was Sie bevorzugen auf Ihrer Reise und buchen Sie möglichst das gesamte Pakete im Voraus, damit vor Ort keine teuren Überraschungen Ihre Urlaubskasse schmälern.

2.     Gültiger Führerschein

Wenn Sie in den USA ein Wohnmobil fahren wollen, empfehlen wir Ihnen, vorab einen internationalen Führerschein zu beantragen. Von den meisten Vermietern wird ein Mindestalter zwischen 21 und 25 Jahren vorausgesetzt. Manche Vermieter verlangen eine relativ hohe Zusatzgebühr, wenn Sie unter 25 sind.

3.     Versicherung abschließen

Gerade in den USA ist es sehr wichtig, eine Versicherung mit hoher Deckungssumme abzuschließen. Eine Haftpflichtversicherung ist im Ernstfall häufig nicht ausreichend, da es zu hohen Schadensersatzforderungen kommen kann. Je höher also die Deckungssumme ist, desto besser! Auch eine Diebstahlversicherung und Personeninsassenversicherung können gegebenenfalls sinnvoll sein. Zudem sollten alle Fahrer bei der Vermietung angemeldet werden, da bei einem Unfall ansonsten der Versicherungsschutz erlischt und es dann richtig teuer werden kann.

4.     Meilenpakete planen und vorab buchen

Am besten planen Sie schon im Vorfeld Ihre Route und die zu fahrenden Meilen. Kalkulieren Sie dabei direkt noch ein paar extra Meilen dazu. So können Sie vor Ort auch mal flexibel einem guten Tipp für eine Sehenswürdigkeit folgen oder spontan noch einen zusätzlichen Abstecher an einem schönen Ort machen. Meilen, die Sie nämlich ohne Buchung zu viel gefahren sind, werden im Nachhinein teuer in Rechnung gestellt. Unser Tipp: Planen Sie beim Meilenpaket daher lieber großzügig.

5.     Die Fahrt zum Flughafen planen

Auch die Fahrt zum Flughafen in Deutschland planen Sie am besten schon im Voraus. Je nach Abflugzeit und der Anzahl an Gepäckstücken empfehlen wir Ihnen die Fahrt mit dem eigenen Wagen. Ihr Flug startet beispielsweise ab dem Flughafen Frankfurt? Dann schauen Sie doch am besten schon vor der Reise nach Möglichkeiten für einen Parkplatz am Flughafen Frankfurt. So sparen Sie viel Geld und zudem viel Zeit am Abflugtag, da Sie nicht mehr suchen müssen!

6.     Für die erste Nacht ein Hotel buchen

Wenn Sie in den USA ankommen, ist es empfehlenswert, sich für die erste Nacht zunächst ein Hotel zu buchen. Die meisten Mietstationen vermieten ihre Fahrzeuge sowieso erst ab dem Mittag, somit können Sie sich erstmal von Ihrem Jetlag erholen und am nächsten Tag dann frisch ausgeschlafen Ihren Camper abholen. Viele der Mietstationen bieten sogar einen Shuttleservice an, der Sie am Hotel abholt.

7.     Übergabe gut dokumentieren

Achten Sie bei der Fahrzeugabholung darauf, dass Sie alle Unterlagen vollständig dabeihaben. Dazu gehören die Buchungsbestätigung, Reisepässe, eine Kreditkarte und der Führerschein des Fahrers. Nehmen Sie sich zudem genügend Zeit für das Übergabeprotokoll und notieren Sie genau die Zählerstände der Meilen und des Stromgenerators, aber auch eventuelle Beschädigungen am Fahrzeug oder an der Innenausstattung. Vergleichen Sie diese mit den Angaben der Vermietung im Vertrag, damit es im Nachhinein nicht zu Missverständnissen kommt. Ebenso ist es wichtig, vorab zu klären, welche Regelungen zum Tanken und für das Frisch- und Abwasser des Campers gelten.

Auf geht´s! Mit dem Camper ins Abenteuer

Sie haben die Schlüssel überreicht bekommen und nun kann es endlich losgehen! Die Straßen in Amerika sind größtenteils sehr breit und gut ausgebaut und auch die Parkplätze sind in der Regel groß angelegt, sodass Sie sich nicht allzu sehr sorgen müssen bei der Fortbewegung des Campers. Beachten Sie jedoch beim Durchfahren von Tunneln und Brücken die Höhe Ihres Fahrzeugs. Denken Sie auch daran, dass der Benzinverbrauch bei einem Camper natürlich höher ist als bei einem PKW und planen Sie entsprechend rechtzeitig Ihre Tankstopps ein.

Welche Campingmöglichkeiten gibt es in den USA?

In Amerika gibt es ein riesiges Angebot an sogenannten Campgrounds. Hierbei werden grundsätzlich zwei Varianten unterschieden: staatlich oder privat.

Die staatlichen Campingplätze sind eher einfach ausgestattet, verfügen über wenig Komfort und sind auch nicht alle mit Stromanschlüssen versehen. Dafür sind sie aber sehr günstig oder sogar manchmal umsonst und schonen somit Ihren Geldbeutel. Reservierungen sind teilweise vorab möglich, häufig gilt aber das Prinzip „First come, first serve“. Zu den staatlichen Campingmöglichkeiten zählen auch National Parks, State Parks und Forrest Campgrounds. An manchen Orten ist auch das Wildcampen erlaubt. Informieren Sie sich aber unbedingt über die Regeln für das Wildcampen vor Ort, da sonst hohe Bußgelder anfallen können. So muss in Nationalparks vorher immer eine Camping Permit an den Ranger-Stationen oder Besucherzentren eingeholt werden.

Wenn Sie während Ihrer USA-Rundreise mehr Wert auf Komfort und eine gehobene Ausstattung legen, dann sollten Sie die privaten Campingplätze für Ihren Aufenthalt wählen. Diese bieten in der Regel gute Ausstattungen an, wie z.B. sanitäre Anlagen, Picknick- und Grillplätze, Internet und Einkaufsmöglichkeiten. Der Nachteil ist, dass sie im Vergleich zu den staatlichen Plätzen relativ teuer sind. Pro Nacht werden durchschnittlich 20 -50 US-Dollar berechnet. Dafür können Sie aber auch die Annehmlichkeiten genießen und den sogenannten Full Hook-Up für Ihr Wohnmobil buchen. Full Hook-Up bedeutet, dass Ihr Stellplatz vollständig mit Strom, Frischwasser und Abwasseranschluss ausgestattet ist. Listen mit privaten Campingplätzen finden Sie auch hier:

https://www.goodsam.com/campgrounds-rv-parks/

https://koa.com/

Welche Regeln sind zu beachten beim Campen in den USA?

Zu guter Letzt wollen wir noch darauf hinweisen, dass es grundsätzlich wichtig ist, dass Sie sich an die örtlichen Regeln beim Campen halten, welche je nach Bundesstaat oder sogar je nach Campingplatz sehr individuell sein können. Hier ein paar Beispiele:

  • An vielen Orten benötigen Sie für ein Feuer zum Kochen oder Wärmen eine Fire Permit. Auch darf das Feuerholz nicht einfach im Wald gesammelt werden. Sie können es aber an Tankstellen oder im Supermarkt kaufen. Beachten Sie vor allem in Trockenperioden die Regeln und Warnungen bezüglich Waldbrandgefahr!
  • Gasflaschen können Sie an Tankstellen oder auf vielen privaten Campingplätzen auffüllen oder austauschen.
  • Bei der Abwasserentsorgung wird unterschieden zwischen Blackwater und Greywater und es wird getrennt voneinander an sogenannte Dump-Stationen entsorgt. Das Blackwater ist das Toilettenabwasser und das Greywater stammt aus dem Spülbecken, der Dusche etc.
  • Verlassen Sie Ihre Stellplätze immer sauber und entsorgen Sie jeglichen Müll. Vor allem in der Wildnis ist es besonders wichtig, die Umwelt sauber zu halten.
  • Beim Wildcampen und auch in den National Parks müssen Sie berücksichtigen, dass Sie mit Essensgeruch wilde Tiere, wie zum Beispiel Bären, anlocken können. Manche Campgrounds stellen hierfür extra Container mit Schloss auf, in denen Sie sämtliche Nahrungsmittel verstauen können. Auf jeden Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie über Nacht keinen Müll oder Essensreste draußen liegen lassen.

Wenn Sie sich gut vorbereitet auf Ihren Road Trip und auch unterwegs weiterhin ein wenig achtsam bleiben, dann steht einem kostengünstigen Camping Abenteuer in den USA nichts mehr im Wege. Wir wünschen Ihnen eine unvergessliche Reise mit vielen tollen Urlaubserlebnissen!

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