Camper mieten: 7 typische Anfängerfehler vermeiden

Wer zum allerersten Mal einen Camper mietet, der muss aufpassen, dass er nicht einen der zahlreichen Anfängerfehler macht. Einige dieser Fehler kosten hauptsächlich Nerven, einige von ihnen aber auch bares Geld. Zum Glück sind sie alle leicht zu vermeiden.

Wer die folgenden 7 Fehler kennt, wirkt beim Mieten schon mal nicht wie ein blutiger Anfänger. Kleine und große Probleme können natürlich trotzdem auftreten, aber mit ein bisschen Vorbereitung, kann das Risiko für Komplikationen verringert werden – was gleichzeitig die Begeisterung und Reiselust erhöht.

1. Einen unseriösen Anbieter wählen

Die Mietung eines Campers lässt sich meist nicht mit dem Kleingeld realisieren, das in den Sofaritzen gefunden wurde. Um Kosten zu sparen, wollen viele Neu-Camper daher Preise und Anbieter vergleichen, bis sie das beste Angebot finden. Eine gute Idee!

Was allerdings keine gute Idee ist: Anbieter ausschließlich wegen des Preises in Erwägung ziehen. Denn auch bei der Wohnmobil- und Campervermietung gibt es schwarze Schafe. Einige zwacken nur etwas mehr ab, als es zunächst scheint, andere betreiben richtigen Betrug. Daher sollte sich immer genau informiert werden – zum Beispiel durch Erfahrungsberichte anderer Kunden, aber auch mit ein bisschen Achtsamkeit. Eine unseriöse Website erkennt man beispielsweise an einem fehlerhaften Impressum oder zu wenig Informationen über das Unternehmen.

2. Das Kleingedruckte nicht lesen

Man muss gar nicht an einen unseriösen Anbieter geraten, um auf versteckte Kosten zu stoßen. Denn im Kleingedruckten finden sich oftmals Hinweise, die man einfach nur lesen muss. Da wird zum Beispiel festgehalten, in welchem Zustand der Camper wieder übergeben werden muss und ob Kosten für die Reinigung entstehen.

Camper mieten, heißt auch immer, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört, dass man sich mit dem Mietvertrag, aber auch mit dem Wagen gut auskennt. Außerdem sollte man mindestens kurz über Notfälle nachdenken – was passiert zum Beispiel, wenn man die Reise abbrechen muss oder mit dem Camper liegenbleibt? Sich vorher zu informieren, kann später viele Nerven sparen.

3. Den Bedarf falsch einschätzen

Ein sehr beliebter Fehler bei denen, die erstmals einen Camper mieten, ist die Wahl des falschen Wagens. Das ist auch kein Wunder, denn wer noch nie in einem Camper unterwegs war, kann auch schlecht einschätzen, wie viel Platz er brauchen wird.

Zwei Wege führen an diesem Problem vorbei. Zum einen informieren viele Vermieter auf ihrer Website darüber, für wie viele Personen und für wie viel Gepäck ihre Camper ausgelegt sind. Noch besser ist es natürlich, wenn man sich einfach beraten lässt – ein kurzer Anruf oder eine E-Mail reichen schon. Man schildert den Zweck der Reise und die Anzahl der Personen und ein guter Vermietungsservice wird stets einschätzen können, welche Camper eine Option sind.

4. Das Fahrgefühl vernachlässigen

Die Kehrseite zur Wahl eines Campers, der eigentlich nicht genug Platz bietet, ist die Wahl des größten Wagens. Das kann gleich in mehreren Situationen zu Problemen führen. Fahren beispielsweise mehrere Personen den Wagen, dann müssen sich auch alle wohl damit fühlen und den entsprechenden Führerschein besitzen.

Aber selbst erfahrene Autofahrer können Probleme bekommen, wenn die Strecke zu anspruchsvoll wird. Bei einer Fahrt durch enge italienische Gassen wird niemand mit einem riesigen Wohnmobil glücklich. Zieht es die Reisenden in die Berge, sollte der Camper wiederrum genug Power mitbringen, um problemlos Anstiege zu bewältigen.

5. Mit mangelnder Voraussicht einsteigen

Es hat sich schon angedeutet: Wer einen Camper mietet, sollte Voraussicht mitbringen. Das gilt vor allem für Neulinge. Je länger man dabei ist, umso einfacher wird es. Dann wählt man instinktiv den richtigen Wagen und kann spontan losfahren.

Für Anfänger und Fortgeschrittene ist wichtig, dass man sich über die Straßenverkehrsordnung des Ziellandes informiert. Auch potentielle Kosten und die nächsten Tankstopps sollten bedacht werden. Eine physische Karte als Ergänzung zu einem GPS-Gerät verleiht zusätzlich Sicherheit.

6. Den Camper falsch beladen

Sehr beliebt und stets ein Risiko höchster Güte ist das falsche Beladen eines Campers. Auch hier gilt: Eine Beratung durch Experten ist eine gute Idee. Doch ist man dann unterwegs, muss man viele Entscheidungen selbst treffen. Zu oft wird lieber schnell weitergefahren, als noch viel Zeit mit der richtigen Beladung zu verbringen.

Das ist ein Fehler. Denn herumfliegende Gegenstände sind nicht nur eine Gefahr für die Insassen, sie können auch Schäden am Wagen verursachen, die teuer werden. Gleiches gilt für eine asymmetrische Beladung. Befinden sich zu viele schwere Gegenstände auf einer Seite des Campers, beeinflusst das das Fahrgefühl und belastet den Wagen unnötig. Die paar Minuten, die es braucht, um etwas umzuräumen oder zu sichern, sollte man sich immer nehmen.

7. Schäden verursachen und Sauberkeit vernachlässigen

Manchmal entstehen an einem Mietcamper Schäden, die sich nicht verhindern lassen. Steinschläge oder Unfälle geschehen einfach. Es gibt aber auch viele vermeidbare Schäden. Wie bereits erwähnt wurde, kann die falsche Beladung dazu führen, dass der Camper beschädigt wird. Auch Kinder sind eine Gefahrenquelle – wer mit ihnen reist, sollte sie unbedingt darüber aufklären, dass der Wagen nur gemietet ist und somit gut behandelt werden muss.

Sauberkeit gehört zu dieser guten Behandlung dazu. Ein verschütteter Orangensaft am ersten Reisetag erscheint erst einmal unwichtig zu sein, doch wenn an Tag zehn die Übergabe stattfindet, können sich Gerüche gebildet haben oder der Fleck ist nicht mehr zu entfernen. Das Reinigen des Campers schon während der Reise sollte täglich in Anspruch genommen werden – dann dauert es auch nur ein paar Minütchen.

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