Camping mit Hund – Mit dem Vierbeiner in den Urlaub

Wer einen Hund hat macht sich sicher schon früh Gedanken darüber, wie er zukünftig seinen Urlaub gestalten will. Viele wollen weiterhin hundefreien Urlaub machen und bringen ihren Hund für diese Zeit woanders unter. Für andere ist ein gemeinsamer Urlaub mit Hund allerdings die völlige Erfüllung.
Dadurch schließen sich natürlich viele Urlaubsziele schon mal direkt aus. Ballermann mit Bello wird nichts. Und in dem 5-Sterne-Familien-Hotel ist man mit einem 60 kg – womöglich noch sabbernden – Rottweiler nicht unbedingt gerne gesehen.

Nun hat man entweder die Wahl, sich eine familienfreundliche Unterkunft zu suchen, wie zum Beispiel eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus. Oder aber man verzichtet ganz auf eine feste Bleibe und geht mit dem Hund campen. Was zuerst nach einem sehr schlichten und eingeschränkten Urlaub klingen mag kann sich mit etwas Vorbereitung und Planung zu einem absoluten Traumurlaub entwickeln.

Erst die Arbeit…

Campen bedeutet so oder so immer: raus aus der Comfort-Zone. Mit Hund verstärkt sich dieser Effekt natürlich nochmal erheblich. Schon bei den Vorbereitungen gibt es eine Menge, die man bedenken und beachten muss. Zuerst sollte man sich überlegen, wo der Hund schlafen soll. Frei im Wohnmobil oder Wohnwagen? Oder benötigt ihr Hund einen separaten Rückzugsort in Form einer Box? Auch das ruhige Verhalten während der Fahrt sollte unbedingt geübt werden. Wichtig ist natürlich auch die Sicherung des Hundes on Tour.

Kann der Hund abends am Lagerfeuer frei rumlaufen? Wenn auch nur die geringste Gefahr besteht, dass der vierbeinige Begleiter weglaufen beziehungsweise jagen könnte dann ist ein Erdhaken unerlässlich. Hier kann der Vierbeiner angebunden werden und man muss nicht dauerhaft die Leine in der Hand halten.
Ganz wichtig – falls nicht schon längst abgeschlossen – ist natürlich auch eine Tierversicherung für den Hund. Beim Campen lauern sehr viele Gefahren – von Schnitten an den Pfoten bis hin zu Schlangenbissen. Zu wissen, dass man jederzeit einen Tierarzt aufsuchen kann und sich keine Gedanken über die Kosten machen muss beruhigt ungemein.

…dann das Vergnügen

Hat man alle Vorbereitungen abgeschlossen, das Auto gepackt, Gepäck und Hund sicher verstaut – dann kann es losgehen. Nun trennt einen nichts mehr von einem unvergesslichen Urlaub in Begleitung des geliebten Vierbeiners. Was einen nun erwartet sind Abenteuer, die einen kein Hotel dieser Welt bieten kann. Gemeinsam mit dem geliebten Hund unter freiem Sternenhimmel am knisternden Lagerfeuer sitzen. Kein Lärm um einen herum, keine Technik, die einen ablenkt – nur Mensch und Hund. Absoluter Zusatzpunkt zu Entspannung, Abenteuer und Entdeckungen: diese intensive Zeit zu zweit wird die Bindung zwischen Mensch und Hund unwahrscheinlich festigen.

Wenn man mal wirklich ein paar Tage nur auf sich gestellt ist und auch nur sich hat, dann wird man eine ganz andere Nähe zueinander empfinden. Je nachdem, wie selbstsicher Mensch und Hund sind spricht auch nichts gegen kleine Abenteuer. Einfach mal zu Fuß einen Bach durchqueren oder gemeinsam in einem abgelegenen See schwimmen (bitte eventuelle Verbote beachten). Je nachdem, wo es hingeht, hat man vielleicht auch die Möglichkeit, mit dem geliebten Vierbeiner eine kleine Kletterpartie zu wagen.

Unser Fazit

Mit der richtigen Vorbereitung ist ein Camping-Urlaub mit dem eigenen Hund ein unvergleichliches Erlebnis. Sicherlich ist so ein Urlaub nicht jedermanns Sache und vielen mag der Gedanke, sich das Wohnmobil oder den Wohnwagen mit einem Hund zu teilen Stresspusteln bereiten, aber wenn man sich im Vorwege über alles genügend Gedanken macht, der Hund gut erzogen ist und man sich dann einfach mal an die Sache rantraut dann hat man nach diesem Urlaub definitiv mehr zu erzählen als nach zwei Wochen Hotel und Strand. Und man braucht sich im Vorwege keine Gedanken über die Unterbringung der lieben Vierbeiner machen.
Für diejenigen, die ganz auf Nummer sicher gehen wollen bietet es sich an, das Campen mit Hund erst mal in kleinem Rahmen zu testen. Bevor es auf große, mehrwöchige Tour geht, kann man einen kleinen Wochenendtrip machen, um schon mal zu erfahren, wie gut es mit dem Vierbeiner unterwegs klappt.

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