Camping Schottland – Mystische Highlands und Mittelalter Flair

Spätestens nach dem einschlägigen Erfolg der Romanreihe „Outlander“ und dessen Umsetzung zu einer Serie, steht für viele ein neues Reiseziel auf dem Plan: Schottland.

Warum sollte ich in Schottland campen?

Camping in Schottland lohnt sich für alle Menschen, die die Natur lieben oder ihre Liebe zur Natur wiederentdecken wollen. In der schroffen Landschaft des Nordens gibt es vielleicht nicht sonderlich viele Touristenattraktionen. Doch dafür kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wanderungen durch die felsigen Erhebungen und man versteht schnell, warum es hier so viele Märchen, Erzählungen und Sagen gibt.

Der perfekte Ort also für einen aktiven Urlaub, auch für Familien. Die große Auswahl an Campingplätzen macht den Urlaub auch für jeden Geldbeutel möglich, sodass Schottland ein kleiner Geheimtipp für jeden begeisterten Reisenden ist.

Eine Reise zum berühmt berüchtigten Loch Ness, kontrastierende Architektur in der Bucht von Edinburgh und eine abenteuerliche Überfahrt zur Isle of Arran. Eine Campingreise durch Schottland ist gespickt mit Vergangenheit, Abenteuern und sagenumwobenen Landstrichen. Ein Platz zum Verlieren.

Video: Mit dem Wohnmobil durch Schottland – Roadtrip

Camping Schottland – eine Auswahl an Plätzen

Campingplätze sind in Schottland quer verteilt. So findest Du eine kleine Auswahl an der Westküste an der nördlichsten Spitze, an der Ostküste und vereinzelte Campingstationen im Landinneren. Dabei kann jeder Campingplatz mit seinem ganz eigenen Charme punkten, was die Wahl für eine Bleibe nicht einfacher macht. Deswegen wollen wir Dir hier kurz drei Plätze vorstellen, die Du bei Deiner Reise anpeilen kannst.

Invercoe Caravan und Camping Park

Wie klingt ein Stellplatz am Fuße eines Gebirges mit direktem Zugang zum Wasser? Genau diesen kannst Du inklusive majestätischer Aussicht am Campingplatz Invercoe (https://www.invercoe.co.uk/) haben. Dort campierst Du auf einem sehr ebenen Wiesengelände mit kleinen Begrenzungen durch junge Bäume.

An der Seite zieht sich ein Flusslauf entlang und mündet im Loch Leven. Mit etwas Glück hast Du den direkten Blick auf das angrenzende Gebirge. Damit gewährt Dir der Campingplatz einen Strandzugang. Auch Hunde sind hier erlaubt. Zusätzlich bietet man hier einen Brötchen-Service an, hat Einkaufsmöglichkeiten und auf dem gesamten Platz herrscht freies WLAN.

Unweit entfernt befindet sich Loch Ness. Sollte das ein Ziel Deiner Reise sein, dann ist dieser Campingplatz perfekt.

Sands Caravan & Camping Park

Suchst Du Ruhe, Abgeschiedenheit und ein wenig raue Natur, dann ist der Sands Campingplatz ideal. Auf einem weitläufigen Gebiet aus naturbelassenem Wiesen- und Hügelgelände kannst Du Dein Lager aufschlagen. Der Platz ist direkt am Loch Gairloch gelegen und ermöglicht somit einen Strandzugang. Dieser ist hinter einer kleinen Düne versteckt.

Für die abgeschiedene Lage im Norden musst Du Service-technisch aber kaum Abstriche machen. Es gibt einen Brötchen-Service, Einkaufsmöglichkeiten und sogar ein kleines Restaurant. In der Nähe der Rezeption und des Restaurants bekommst Du WLAN. Auch auf diesem Platz sind Hunde erlaubt.

Camping Mortonhall

Möchtest Du nicht ganz abseits der Zivilisation campen, dann gibt es einige Campingplätze rund um die Hauptstadt Edinburgh. Einer davon ist Camping Mortonhall mit einer sehr schicken Ausstattung. Die gesamte Anlage ist parkähnlich aufgebaut und bietet ebenen, aber auch ansteigendes Wiesengelände für Stellplätze an.

Der Platz selbst befindet sich direkt neben einem Herrenhaus, was schon eine kleine Attraktion für sich selbst ist. Auch auf diesem Platz sind Hunde erlaubt, sollten aber natürlich an der Leine geführt werden. Restaurant, Einkaufsmöglichkeiten und ein Brötchen-Service sind auch auf dem Campingplatz enthalten. WLAN gibt es hier auf dem ganzen Platzgelände.

Wildcampen in Schottland

Passend zu den wilden Highlands kann man auch mit einem Zelt bepackt in der Wildnis campieren. Dabei muss man nicht sonderlich viel beachten und etwas Anstand mitbringen. Natürlich gibt es ein Regelwerk, den Scottish Outdoor Access Code. Im Groben besagt dieser, das man keine Spuren in der Natur hinterlassen soll. Grundlegend ähnelt es den Vorgaben in anderen Ländern wie Norwegen, Schweden etc.

Passend zu den wilden Highlands kann man auch mit einem Zelt bepackt in der Wildnis campieren.
Passend zu den wilden Highlands kann man auch mit einem Zelt bepackt in der Wildnis campieren.

Die wichtigsten Punkte in Kurzfassung:

  • Es sollen sich nicht zu viele Menschen an einem Platz befinden. Eine Gruppe sollte sich im Umfeld möglichst alleine aufhalten.
  • Anstelle eines Lagerfeuers soll man einen Campingkocher verwenden. Bäume dürfen nicht gefällt, geschlagen oder anderweitig beschädigt werden.
  • Abfall ist mit sich zu führen und mitzunehmen – die Natur ist kein Abfalleimer!
  • Auf umzäunten Grundstücken und Naturschutzgebieten darf man nicht campieren.
  • Landbesitzer haben oftmals zahlreiche Tipps und Tricks beim Campen in der Wildnis. Diese solltest Du mitnehmen.

Außerdem gibt es eine Ausnahme: das East Loch Lomond. Aufgrund der Übernutzung des Gebiets gelten hier besondere Vorschriften.

Von wegen Geiz – Glamping ist in Schottland nicht unbekannt

Entgegengesetzt dem Wildcamping besteht auch die Möglichkeit für Glamping. Allerdings definiert sich das glamouröse Camping in Schottland etwas anders, ist aber durch die außergewöhnlichen Angebote eine Übernachtung wert. So findest Du unter dem Stichwort Glamping eine breite Auswahl komfortabler Unterkünfte. Baumhäuser, skurril aufgebaute Holzhütten und Chalets, Wigwams und die viralen „Octolodges“.

Gerade letzteres ist für einen Aufenthalt perfekt. Alle Glamping-Unterkünfte bieten eigene Betten, Stühle, Tische und teilweise auch eine eigene Küchenecke. Restlichen Luxus muss man sich dann aber selber mitbringen. Dinge, wie Schlafsäcke, Handtücher und Kochutensilien. So eine Unterkunft kann dann gerne mal 40 bis 60ß GBP kosten, beinhaltet aber Parkplatz und die Nutzung sämtlicher Einrichtungen.

Reiseziele in Schottland

Ein richtiger Schottland-Kenner wird Dir wohl eine monatelange Liste an Sehenswürdigkeiten und Orten aufbieten, die Du unbedingt gesehen haben musst. Kein Wunder bei der Einzigartigkeit der dort vorherrschenden Landschaft. Hinzu kommt die Architektur der Orte, wo von altertümlichen Zeiten noch vieles erhalten ist und die Städte das mittelalterliche Flair hochleben.

Dazu die verwunschenen Überlieferungen der Einheimischen und die bewegte Historie des Landes und schon hat man das perfekte wildromantische Ambiente auf jedem Quadratmeter. Nichtsdestotrotz gibt ein oder zwei kleine Anlaufpunkte auf die Du nicht verzichten solltest.

Schottland ist überseht mit mittelalterlichen Burgen. Herrschaftssitze der verschiedenen Clans.
Schottland ist überseht mit mittelalterlichen Burgen. Herrschaftssitze der verschiedenen Clans.

Edinburgh

Es ist vielleicht plump die Hauptstadt einfach als Reiseziel zu nennen, aber Du solltest Dir diese Stadt nicht entgehen lassen. Edinburgh ist vielleicht vergleichsweise klein, dafür aber kompakt und gefüllt mit allerlei Sehenswürdigkeiten, Shopping-Meilen, Bars und Restaurants. Wer sich hier nicht verliert, ist ein richtiger Profi.

Die bekannteste und wohl beliebteste Sehenswürdigkeit ist dabei das Edinburgh Castle. Durch seinen Status als UNESCO-Weltkulturerbe ist es unglaublich gut erhalten und gibt einen fabelhaften Einblick in damalige Zeiten. Inmitten des Stadtzentrum erhebt sich „Castle Rock“ auf dem der Prunkbau thront und die Stadt mehr oder weniger überblickt.

Das Schloss selbst dient heute als Herberge für die edelsten Kronjuwelen des Landes. So befindet sich beispielsweise der Stone of Destiny im Inventar, der Stein des Schicksals mit dem schottische als auch englische Könige gekrönt werden. Außerdem besteht hier immer noch das Ritual der One O’Clock Gun. Ein Schuss der immer um 13 Uhr ertönt, was noch aus uralter Seefahrerzeit stammt.

Loch Ness bei Inverness

Der mystische Süßwassersee Loch Ness
Der mystische Süßwassersee Loch Ness

Entweder hat man von Loch Ness schon einmal gehört, oder zumindest von Inverness. Der mystische Süßwassersee zieht jedes Jahr etliche Touristen an, aufgrund der angeblichen Sichtung des Seeungeheuers. Im Jahre 1933 erschien das allererste Bild von Nessie und bleibt seitdem ein ungelöstes Rätsel.

Nebst dem See bietet sich die umliegende Landschaft perfekt für Wanderungen und dabei kann man auch einen Abstecher in die Highland-Metropole Inverness unternehmen.

Beim Camping in Schottland – Sei auf das Wetter vorbereitet

Wer einen Ausflug in die Gefilde von Schottland macht, der sollte sich immer auf spontane Wetterschwankungen einstellen. Am Tag selbst kann es mehrmals Änderungen geben, sodass man zumindest eine Regenjacke immer mit sich führen sollte. Ansonsten sieht das Jahresklima Schottlands sehr einladend aus, da wir uns in einer gemäßigten Zone befinden und Extreme nur eine absolute Seltenheit sind.

Durchschnittlich liegen die Temperaturen bei 18 °C, was dank der Lage zum Golfstrom möglich ist. Die beste Reisezeit für einen Camping Schottland Ausflug liegt dabei zwischen Mai bis September. Die Temperaturen halten sich hier wacker über 20 °C. Im den Wintermonaten fällt das Thermometer dann gerne mal auf rund sieben Grad Celsius.

Übrigens ist das Baden in Schottland eher etwas für hartgesonnene Gesellen. Selbst im August erwärmt sich das Wasser auf nicht mehr als 15 Grad. Das verspricht immerhin eine ordentliche Abkühlung in den Sommermonaten.

Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.

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