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Campingmatte – Ratgeber und Vergleich

Warum gehört eine gute Campingmatte einfach dazu? Camping ist ein beliebter Volkssport. Mobil sein und den Urlaubsort selbst bestimmen – das ist der Traum vieler Reisenden. Ob allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie – auf Komfort muss man nicht verzichten. Das Zelt dient vor allem dem geschützten Schlaf. Sicher vor Wind und Wetter lässt es sich ruhen, wie in Abrahams Schoß. Vorausgesetzt, man liegt auf der richtigen Campingmatte.

Hiervon profitieren nicht nur die Campingurlauber – auch Wanderer, Trekker und Festivalbesucher wissen die zahlreichen Vorteile einer guten Schlafunterlage zu schätzen. Manchen reicht die einfache Isomatte, andere hingegen bevorzugen aufblasbare Varianten.

Der Klassiker: die Isomatte

Sie besteht aus einem kompakten Schaumstoff, ist gut wärme- und feuchtigkeitsisolierend, rutschfest, robust und universell verwendbar. Für den Transport und zur Aufbewahrung wird sie zusammengerollt und mit einem Gummi- oder Klettband gehalten. Nachteil: Das Packmaß. So eine Isomatte wiegt zwischen 200 und 500 g, was nicht zu viel ist. Die rutschfeste Oberfläche lässt den Schlafsack daran haften, sodass er nicht verrutschen kann.

Die Isomatte verfügt über weitere Talente:

Sie dient als Sitzkissen für die Rast, als Unterlage zum Sonnenbaden oder als Sitzplatz am Lagerfeuer. Sie ist zwar etwas dicker als eine Yogamatte, wird aber vielfach dazu genutzt, ebenso wie für andere Sportarten.

Die Materialstärke kann zwischen 5 und 19 mm variieren, was sich im Preis widerspiegelt. Danach richtet sich auch der Liegekomfort. Je dicker die Matte, umso bequemer und wärmer ist sie.

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Die selbstaufblasende Campingmatte

Die Auffassung, dass eine selbstaufblasende Matte sich ausschließlich mit Luft füllt, ist nicht ganz richtig. Eine solche Matte besteht im Inneren aus einem Schaummaterial, welches von einer luftdichten Hülle umgeben ist. Das Aufblasen mit dem Mund würde Feuchtigkeit in die Schaumschicht transportieren und die Schimmelbildung fördern.

Die Unterseite besteht aus einem glatten, schmutzabweisenden Gewebe, die Oberseite hingegen aus einer rutschfesten Schicht, die den Schlafsack am Material haften lässt. So kann in der Nacht der Schlafsack nicht verrutschen. Die Isolation gegen Feuchtigkeit und Kälte ist hervorragend. Nachteil: Es besteht die Gefahr einer Beschädigung. Daher ist ein Reparatur-Kit inklusive.

Geeignet ist eine solche selbstaufblasende Campingmatte für Camping, längere Wandertouren und verschiedene Exkursionen. Die Lagerung zu Hause findet im ausgerollten Zustand und mit offenen Ventilen statt. So wird die Elastizität des Schaumstoffes gewahrt. Nachteilig zeigt sich ihr schweres Gewicht im Vergleich zu einer Isomatte.

Die aufblasbare Campingmatte

Es gibt zahlreiche Ausführungen von aufblasbaren Campingmatten. Im aufgeblasenen Zustand gleicht eine solche Matte eher einer Matratze. Das Aufblasen mit dem Mund empfiehlt sich nicht. Jeder, der dies bereits versucht hat, kennt das auftretende Schwindelgefühl.

Vielfach ist eine Handpumpe integriert. Das Gewicht einer solchen aufblasbaren Schlafunterlage ist mit etwa 500 – 600 g vergleichsweise gering. Mit 7 – 10 cm Materialdicke ist der Liegekomfort gewährleistet. Zu einem engen Packmaß aufgerollt, eignet sich eine solche mobile Liegefläche besonders für den alpinen Bereich. Wanderer auf längeren Touren wissen ihren Komfort aber ebenfalls zu schätzen.

Ihr Nachteil: Aufblasbare Campingmatten sind recht empfindlich – mehr noch als die selbstaufblasenden Modelle. Im Lieferumfang enthalten ist daher stets ein Reparatur-Kit. Bei einigen Modellen ist auch keine Pumpe enthalten. Diese muss dann separat zugekauft werden. Diese Tatsache sollte bei der Preisfindung berücksichtigt werden.

Die richtige Pumpe muss es sein

Für die selbstaufblasende Campingmatte braucht es keine Pumpe. Hier wird nur das Ventil geöffnet und die Luft fließt solange hinein, bis der innere und äußere Luftdruck sich angeglichen haben. Ist die Liegefläche zu weich, kann mittels Pumpe ein wenig nachgearbeitet werden.

Es gibt verschiedene Pumpen, um die aufblasbaren Modelle oder auch Luftmatratzen zu füllen. Am schnellsten geht es mit der Handpumpe. Dabei wird ein Kolben angehoben und wieder nach unten gesenkt – mit jeder Bewegung. Beim Anheben und Absenken kann gleichermaßen Luft in die Kammern fließen. Bequem ist vor allem die elektrische Pumpe. Die Beinmuskulatur lässt sich mittels Fußpumpe stärken. Für den Transport im Rucksack ist die kleinste aller Pumpen die richtige Wahl.

Alle Pumpen verfügen über verschiedene Adapter. Dadurch dienen sie weiteren Verwendungszwecken, wie Fahrradreifen, Gymnastikbällen usw. Eine Hochleistungshandpumpe macht es sogar möglich, ein großes Schlauchboot aufzublasen. Wer also die Anschaffung einer solchen Apparatur plant, sollte die weiteren möglichen Verwendungszwecke berücksichtigen. In der Regel ist im Übrigen auch eine Absaugfunktion vorhanden. Dazu bedarf es nur einer kleinen Umstellung an der Pumpe selbst.

Praktisch muss es sein

Alle Matten Modelle haben sich als pflegeleicht erwiesen. Feucht abwischen – fertig! Mehr ist für die Reinigung nicht nötig. Die Wasserdichtigkeit ist ebenfalls bei allen gewährleistet – ebenso die Kälteisolierung. Für die Entscheidung sollten die eigenen Anforderungen die wichtigsten Kritikpunkte sein.

Wer mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, ist mit einer Isomatte schlecht oder bestens bedient. Gleiches gilt für die beiden anderen Varianten. Abhängig ist der Kauf bei Rückengeplagten also auch von der jeweiligen gesundheitlichen Problematik.

Fazit

Die richtige Campingmatte zu finden kann einfach oder schwer sein. Jede hat ihre Vor- und Nachteile; das perfekte Produkt gibt es schlichtweg nicht. Geld ist ein schlechter Ratgeber, wenn es um die Auswahl geht.

Bei der Anfälligkeit teilen sich die selbstaufblasende und die aufblasbare Campingmatte Platz 1. Ein Reparatur-Kit gehört jeweils mit zum Lieferumfang. Unempfindlich hingegen ist die Isomatte, die jedoch in Sachen Polsterung von unten nicht viel zu bieten hat. Bei den Modellen, die mit Luft befüllt werden, kann der Härtegrad ein wenig reguliert werden mittels vermehrter oder verringerter Luftzufuhr.

Eine normale Luftmatratze ist eher weniger geeignet für eine gute Nacht beim Camping. Die aufblasbaren Modelle mit einem Kern aus Schaum isolieren die Körperwärme ganz hervorragend. Eine gängige Luftmatratze, wie sie eigentlich zum Schwimmen geeignet ist, schafft dies nicht. Hier mischen sich ständig warme und kalte Luftschichten, sodass der Schläfer leicht friert.

Die aufblasbare und die selbstaufblasende Luftmatratze unterscheiden sich nur in der Füllart. Das autonome Modell saugt beim Öffnen des Ventils die Luft automatisch ins Innere der Matte. Daher sollte sie genügend Zeit haben, sich zu füllen. Allerdings stoppt der Füllvorgang, sobald der innere mit äußeren identisch ist.

Ist sie dann noch ein wenig zu weich, kann etwas nachgepumpt werden (nicht mit dem Mund à Luftfeuchtigkeit). Das aufblasbare Produkt erfordert ein wenig Handarbeit. Praktisch sind elektrische Pumpen, bei denen man wenig Arbeit hat. Jedoch sollte kurz vor Beendigung des Füllvorganges die Mattenhärte geprüft werden.

Campingmatte – Ratgeber und Vergleich
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