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Campingtisch – Ratgeber und Vergleich

Es gibt nicht den einen Campingtisch, der allen Anforderungen entspricht. Vor dem Kauf muss so allerhand berücksichtigt werden:

  • Größe
  • Gewicht
  • Material
  • Mechanismus
  • Stabilität
  • Ausstattung
  • Farbe
  • Weitere Extras

Camping hat sich in den vergangenen Jahrzehnten weiterentwickelt. Heute sind wir weit weg von dem Bild des einsamen Zeltes, vor dem ein armseliger Tisch verkümmert, der nur unter Schwierigkeiten aufzuklappen ist.

Wie im Alltagsleben wird auch im Urlaub der Tisch zum Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Hier sammeln sich Familie oder Freundeskreis zum Essen, Lachen, Reden und Feiern. So ein Campingtisch muss allerhand aushalten und mitunter große Gewichte tragen.

Pflegeleicht soll er sein und unverwüstlich. Die Auswahl an Produkten ist groß, was die richtige Wahl nicht gerade erleichtert. Kaufwillige Kunden sollten sich daher zunächst ausführlich über die Produktvielfalt und die Unterschiede informieren. Anschließend bringen sie ihre Erwartungen zu Papier. So wird der Kauf nicht zum Blindflug und das erstandene Modell wird viele Jahre treue Dienst leisten.

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Mögliche Anforderungen

Gute bis sehr gute Bewertungen haben nahezu alle Campingtische. Letztendlich ist es aber das eigene Anforderungsprofil, das den Ausschlag gibt.

Größe

Wer zu Zweit oder gar alleine unterwegs ist, ist mit einem kleinen Tisch gut bedient. Je mehr Personen, umso größer die Tischfläche – so lautet die gängige Formel. Die Maße reichen von 50 x 48 x 61 cm (B/T/H) bis zu etwa 1,85 x 70 x 75 cm (+/-). Ob quadratisch oder rechteckig, bleibt den eigenen Vorlieben bzw. den Anforderungen überlassen.

Gewicht

Die Größe bestimmt auch das Gewicht mit. Doch nicht diese allein ist verantwortlich für die Kilos, sondern auch das Material sowie die Extras, zu denen wir gleich noch kommen. Ein Leichtgewicht schafft es, mit weniger als 2 kg auszukommen. Die echten Schwergewichte bringen mitunter bis zu 16 kg oder mehr auf die Waage.

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Material

Da ein Campingtisch leicht zu transportieren sein sollte, besteht er oft zu großen Teilen aus dem Leichtmetall Aluminium. Ebenfalls beliebt sind Holz, Kunststoff und Bambus, die ebenfalls Leichtgewichte sind.

  • Aluminium: Das Leichtmetall ist witterungsbeständig und stabil. Zudem kann ein Aluminium-tisch leicht transportiert werden. Doch kann sich das Material in der Sommerhitze aufheizen und ganz ordentliche Temperaturen erreichen, was nicht unbedingt wünschenswert ist.
  • Kunststoff: Kunststoff erfreut sich eher abnehmender Beliebtheit. Vielfach bleicht das Material in der Sonne mit der Zeit aus und ist dann nicht mehr schön anzuschauen. Zudem sind Campingtische aus dem synthetischen Material nicht bruchfest. Eine behelfsmäßige Reparatur ist mittels Klebeband höchstens auf der Tischplatte möglich. Bricht gar ein Bein, hilft nur der Neukauf. Eine Alternative zeigt sich in der Kombination Aluminium/Kunststoff. Der Vorteil: Eine Tischplatte aus Kunststoff heizt sich in der Sonne nicht stark auf.
  • Bambus: Es ist das umweltfreundlichste aller Materialien, da es sich hierbei um einen nachwachsenden Rohstoff handelt. Bambus ist extrem stabil, flexibel und witterungsbeständig. Es wird meist mit Aluminium kombiniert, d. h. die Tischplatte besteht aus Bambus, das Gestell aus Aluminium.
  • Holz: Campingtische bestehen nicht komplett aus Holz. Allenfalls ist es hier auch die Tischplatte, die – wie bei Bambus-Tischen – aus Holz gefertigt. Dann ist auch das Leichtgewicht garantiert. Ein ebenfalls aus Holz bestehendes Tischgestell wäre schlichtweg zu schwer.

Je nach Anforderungsprofil sollte ein Campingtisch hitzebeständig, wasserfest und UV-resistent sein. Beim Kauf sollte daher besonderes Augenmerk darauf gelegt werden. Die Hitzebeständigkeit ist gerade bei Kunststoffartikeln nicht gegeben. Dieses Material wird mürbe mit der Zeit.

Zuweilen dient straff gespanntes Polyester als Tischplatte, was sich als nicht sonderlich stabil erwiesen hat. Als Ablagefläche ist ein solcher Campingtisch jedoch ausreichend.

Mechanismus

Je nach Aufwand bei der Verarbeitung werden bei Campingtische die Beine ganz einfach übereinander geklappt. Flach lassen sie sich dann ganz einfach verstauen. Vielfach sind jedoch Extras enthalten, wie etwa eine zusätzliche Abladefläche unterhalb der Tischplatte, die ebenfalls verstaut werden will.

Hervorragend gelöst ist das Verstauen mit einem Mechanismus, bei der alle Teile wie ein Koffer zusammengepackt werden und per Tragegriff transportiert werden können (ähnlich wie bei einem Tapeziertisch). Alle Extras befinden sich im Inneren, die Tischplatten dienen als äußere Hülle.

Die Tischbeine selbst sind entweder als zwei Bügel oder in der üblichen Einzelform montiert. Praktisch ist die Klappbarkeit, die jedoch nicht bei jedem Tisch gegeben ist. Manchmal werden die einzelnen Beine angebracht und beim Verstauen wieder abgenommen. Einige Campingtische verfügen über Beine, die in der Höhe einzeln verstellt werden können, was gerade auf abschüssigem Gelände sehr wichtig ist.

Stabilität

Ein billig im Supermarkt erworbener Tisch kann die Schnäppchenfreude schnell verderben, wenn er unter der Last zusammenbricht. So ein Campingtisch muss auch mal einen vollen Wasserkanister aushalten können neben all den anderen Dingen. Tut er dies nicht, ist das Schnäppchen teuer bezahlt, denn beim nächsten Campingurlaub steht erneut der Kauf an.

Kinderhände und -füße sind nicht immer geschickt. Schnell werden sie für den Campingtisch zum Prüfstand. Ein verirrter Fußball sollte ebenfalls nicht gleich das ganze Konstrukt umwerfen. Stabile Beine sowie eine breite Standfläche verhindern dies.

Ausstattung

Einfach nur Tischplatte auf Tischgestell stellt die einfachste Ausführung eines Campingtisches dar. Doch auch dieser kann über Raffinessen verfügen, wie etwa justierbare Beine für einen sicheren Stand. Nicht immer ist das Gelände eben, dann ist es erforderlich, dass jedes einzelne Tischbein angepasst werden kann. Einige Campingtische können in zwei Höhe aufgestellt werden: direkt neben der Sonnenliege und mit der Hand leicht zu erreichen (dies sind eher die kleinen Beistelltische), zum anderen in ganz normaler Sitzhöhe.

Manchmal dient ein kleines Netz unterhalb der Tischplatte als zusätzlicher Stauraum.

Farbe

Die Farbe spielt eher eine untergeordnete Rolle und kommt vorwiegend bei Kunststoff-Tischen zum Tragen. Sie findet am Ende der Detailkette Berücksichtigung, falls hierzu noch Raum ist.

Sonstige Anforderungen

Ein Campingtisch sollte dem Wind nur eine geringe Angriffsfläche bieten. Andernfalls muss er mit Gewichten (gerade in der Nacht) beschwert werden. Die Kratzfestigkeit der Tischplatte ist eine Selbstverständlichkeit. Lamellentische bieten nicht genügend Halt für kleinere Gegenstände, wie z. B. Gläser. Zwischen den einzelnen Lamellen zeigen sich schmale Spalten.

Auf einem Campingtisch werden vielfach nicht nur Mahlzeiten eingenommen, sondern auch vorbereitet. Nach dem Campingurlaub wird er dann gegebenenfalls einer weiteren Bestimmung zugeführt. Diese könnte beispielsweise bei der nächsten Geburtstagsfeier kommen, wenn ein zusätzlicher Beistelltisch für die Essensmenge benötigt wird. Auch als Geschenketisch geeignet!

Campingtisch – Ratgeber und Vergleich
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