DIY Wohnwagen, das Abreissseil als Rettungsleine und die Hollandöse – so geht’s!

Mit korrekt „angelegtem“ Abreissseil fährt man sicher durch Europa. So geht’s und vor allem ohne Bußgelder. Aber am wichtigsten ist, dass das Abreissseil eine lebensrettende Angelegenheit ist, also für jeden relevant.

Viele Camper mit Wohnwagen fragen sich immer wieder, wie man das Abreisseil richtig an der Anhängerkupplung befestigt. Erst recht, wenn die Reise in die Niederlande, Schweiz und Co gehen soll. Hierzulande gibt es nun einmal andere Regeln, wenn es um die richtige Anbringung dieser Rettungsleine geht. Und eine Rettungsleine ist diese tatsächlich, denn im Ernstfall kann das Abreisseil Leben retten, denn nur diese ist fähig die Handbremse am Caravan zu lösen, wenn dieser einmal von der Anhängerkupplung springen sollte.

Aufgabe des Abreisseils

Demnach findet sich am unteren Ende des Handbremshebels am Wohnwagen der Sicherungsring. An diesem Ring geht die Rettungsleine oben durch die Deichsel an der Anhängerkupplung vorbei und sollte dann in irgendeiner Form an der Anhängerkupplung des Fahrzeugs befestigt werden. Die Anbringung sollte so erfolgen, dass das Abreisseil sich nicht lösen kann. Springt der Wohnwagen dann, aus welchen Gründen auch immer, von der Anhängerkupplung, sollte sich jetzt automatisch die Handbremse lösen, die Rettungsleine reißen, die Räder des Caravans blockieren und der Wohnwagen zum Stehen kommen.

Anbringung des Abreisseils an der Anhängerkupplung

In Deutschland ist das Anbringen des Abreisseils recht einfach. So ist es hierzulande noch erlaubt, dass Abreisseil einfach als Schlaufe über die Anhängerkupplung zu legen. In der Schweiz, sowie in den Niederlanden kostet diese Befestigungsart Strafe, denn die Gefahr dass die Öse einfach über die Anhängerkupplung rutscht, ist zu hoch. Laut diesen Ländern sollte man das Abreisseil anders anbringen. So gibt es an den meisten Fahrzeugen heute Anhängerkupplungen mit einer integrierten Öse, wo das Abreisseil somit durchgeführt und festgemacht werden soll. Allerdings finden sich an vielen älteren Wohnwagen zu große Befestigungshaken an der Rettungsleine.

Wer diesen Haken jetzt einfach nur an die Anhängerkupplung klemmt, sorgt keineswegs für eine Sicherung. Besser ist es in diesem Fall einen zusätzlichen Karabinerhaken an dem Abreisseil anzubringen, so dass es dann kein Problem mehr gibt die Rettungsleine durch die Öse der Anhängerkupplung zu ziehen. Diese Vorgehensweise gilt aber nur für feste Anhängerkupplungen. Handelt es sich um eine abnehmbare Anhängerkupplung, gilt es den Karabinerhaken an einer nicht beweglichen Stelle am Fahrzeug in Nähe der Anhängerkupplung festzumachen.

Ältere Fahrzeuge verfügen außerdem oftmals nicht über eine Anhängerkupplung mit integrierter Öse. In diesem Fall gibt es unterschiedliche Lösungen, wie beispielsweise, Schellen, Platten mit Löchern oder Ähnliches.

Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite.

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