Gebrauchtes Wohnmobil verkaufen – nützliche Tipps

Das Wohnmobil war auf vielen Reisen ein treuer Begleiter, doch jetzt ist es Zeit für einen Wechsel auf ein neues Modell. Vielleicht ist auch die Familie größer geworden und der Platz reicht nicht mehr aus. Oder man möchte ein neueres Modell erwerben, um etwas anderes auszuprobieren. Welche Gründe es auch sein mögen: Der Wohnmobilverkauf sollte gut geplant und vorbereitet sein.

Wo am besten das Wohnmobil verkaufen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, sein Wohnmobil zu verkaufen: entweder privat oder über einen verlässlichen Händler. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Händler

In der Regel verläuft der Ankauf durch einen Händler schnell und ist die bequemste Variante, sein Wohnmobil zu verkaufen. Man muss sich weder um eine Verkaufsanzeige noch um Telefonate mit Kaufinteressenten kümmern. Auch Termine für die Besichtigung des Wohnmobils und die Organisation von Probefahrten entfällt, was sicherlich eine große Zeitersparnis ist.

Es ist ratsam, sich von mehreren Händlern ein Angebot einzuholen, um sein Fahrzeug zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Auf der Webseite von autoankauf-fix.de können Sie dies z. B. schnell und einfach online tun. Häufig bieten Händler auch die Option, das alte Wohnmobil in Zahlung zu nehmen, wenn man bei ihm das neue Gefährt ersteht. Der Vorteil dabei ist, dass sich der Kaufpreis des neuen Wohnmobils um den Ankaufsbetrag des alten verringert und man daher nur den Differenzbetrag aufbringen muss.

Ein weiterer Punkt, der für den Verkauf an einen Händler sprechen kann, ist, dass dieser den technischen Zustand des Wohnmobils meist wesentlich besser beurteilen kann als man selbst als Laie. Dieser Punkt geht gleichzeitig aber mit dem Nachteil einher, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht den erwünschten Preis für seinen Camper zu erhalten. Dem Händler ist daran gelegen, das Fahrzeug so günstig wie möglich anzukaufen, um zum einen beim Verkauf den maximalen Gewinn erzielen zu können und zum anderen mit möglichen Reparaturen keine Verluste zu machen, die innerhalb der Gewährleistungszeit anfallen. Daher liegt der Ankaufspreis zwangsläufig unter dem aktuellen Marktwert.

Man kann davon ausgehen, dass man bei einem Händler zehn bis 20 Prozent weniger bekommt, als wenn man sein Fahrzeug privat verkauft. Handelt es sich dabei zudem um eine eher schlecht verkäufliche Marke oder ein Wohnmobil mit vielen Mängeln, fällt die Differenz noch höher aus.

Privat

Der Privatverkauf mag zwar mühsamer sein, er zahlt sich aber in finanzieller Hinsicht fast immer aus. Insbesondere wenn man nicht unter Zeitdruck steht, das alte Gefährt so schnell wie möglich loswerden zu müssen, sollte man einen Verkauf an privat in Erwägung ziehen. Wer aber nun meint, auf diese Weise sogar den Preis erhalten zu können, welchen der Händler beim Verkauf an den neuen Kunden erzielen würde, sollte umdenken.

Als privater Verkäufer muss man keine Gewährleistungen einkalkulieren, was auch dem Käufer bewusst ist. Am besten bietet man sein Wohnmobil zu einem Verkaufspreis an, der über dem Ankaufspreis des Händlers und unter dessen Wiederverkaufspreis liegt.

Um sein Wohnmobil privat an den Mann zu bringen, müssen einige Punkte bedacht werden.

Wie ermittelt man den Wert des Wohnmobils?

Wenn man seinen Camper privat verkaufen möchte, gibt es zwei Möglichkeiten, dessen gegenwärtigen Wert zu ermitteln.

Vergleichbare Inserate

Für Pkws gibt es Listen über den aktuellen Wert der jeweiligen Autos. Für Wohnmobile existieren solche nicht, da auch identische Modelle desselben Herstellungsjahres grundverschieden ausgestattet sein können. Um einen vagen Anhaltspunkt zu haben, kann man Kilometerstand, Alter, Ausstattung und Zustand seines Campers mit anderen Angeboten vergleichen.

Insbesondere gebrauchte Wohnwagen mit weniger als 100.000 Kilometern sind äußerst gefragt. Daher bestimmt bei diesen Fahrzeugen noch mehr der Markt das Preisniveau, als es bei Pkws der Fall ist.

Wertrechner

Im Internet findet man einige Portale, auf denen man den Wert seines Wohnmobils ermitteln kann. Nach der Eingabe zahlreicher Parameter bekommt man am Ende Auskunft sowohl über dessen Marktwert als auch den erzielbaren Preis beim Verkauf. Oftmals kann man zudem Bildmaterial zum Wohnwagen hochladen, um möglichst genaue Angaben zu erhalten.

Bei der Wertermittlung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Grunddaten: Hersteller, Modell, Aufbau, Motorisierung, Kilometerstand und Datum der Erstzulassung
  • aktueller Pflegezustand: außen und innen
  • Anzahl der Vorbesitzer
  • Scheckheft
  • Ausstattung
  • eventuelles Sonderzubehör

Neben diesen Daten beeinflusst auch u. a. das Datum der letzten Gasprüfung den Verkaufspreis.

Wo kann man das Wohnmobil anbieten?

Damit man möglichst viele potenzielle Käufer erreicht, sollte man sein Wohnmobil auf diversen Internetplattformen anbieten. Für das Schalten einer Annonce fallen bei manchen Anbietern allerdings Gebühren an. Für Zusatzoptionen wie eine farbliche Hervorhebung des Inserats oder die Einstellung mehrere Bilder des Fahrzeugs muss man ebenfalls zahlen.

Fachzeitschriften oder die Tageszeitung bieten sich für eine Verkaufsanzeige natürlich auch an. Eine weitere Möglichkeit, über sein Verkaufsvorhaben zu informieren, sind die sozialen Medien. Insbesondere auf Facebook gibt es viele Wohnmobil- und Camping-Gruppen, bei denen es erlaubt ist, Verkaufsangebote zu teilen.

Statistische Erhebungen von Fahrzeugbörsen belegen, dass die meisten Camper und Wohnmobile über Internetplattformen verkauft werden, sei es auf speziellen Fahrzeugbörsen oder Online-Kleinanzeigenmärkten. Egal, wo man inseriert, man sollte einen gewissen Aufwand investieren, um die Anzeige optimal zu gestalten.

Das optimale Verkaufsinserat

Der Käufer sollte durch die Annonce bestens über das Wohnmobil informiert werden. Neben aussagekräftigen Fotos muss das Fahrzeug in einem ansprechenden Text so genau wie möglich beschrieben werden. Dazu gehören Angaben wie:

  • Hinweise auf eventuell kürzlich durchgeführte Reparaturen/ausgetauschte Teile
  • Nichtraucherfahrzeug?
  • Tierhaltungsfreies Wohnmobil?
  • Nachweise/Belege über Inspektionen oder Wohnmobil-Checks
  • Hauptsächlicher Standort (Garage, Halle etc.)
  • Grund des Verkaufs

Die Besichtigung des Wohnmobils und der Kaufvertrag

Dem potenziellen Käufer sollte man ein sauber hergerichtetes Wohnmobil präsentieren und auf alle Fragen vorbereitet sein. Zudem sollte man ehrlich bei der Beschreibung des Fahrzeugs sein und sowohl auf dessen Vorzüge als auch auf kleine Schwachstellen hinweisen. Zwar kann man als Privatverkäufer jegliche Gewährleistung, Garantie und Rückgabe ausschließen, dennoch muss auf Mängel aufmerksam gemacht werden. Bei nachweislicher Falschinformation kann der Kaufvertrag angefochten werden.

Mit einem detaillierten, schriftlichen Kaufvertrag – Vorlagen hierfür gibt es im Internet – wechselt das Wohnmobil zu guter Letzt den Besitzer.

Fazit: Das Wohnmobil kann man erfolgreich verkaufen

Möchte man sein gebrauchtes Wohnmobil so einfach und schnell wie möglich verkaufen, ist ein Händler die richtige Wahl. Hat man jedoch Zeit und scheut einen gewissen Aufwand nicht, lohnt sich der Privatverkauf – vor allem finanziell.

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