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Hilfreiche Tipps zum Camping-Urlaub in den USA

Es gibt kaum eine bessere Art, die weiträumige Natur der USA zu erkunden, als mit dem Wohnmobil. Ob die legendäre Route 66 oder ein Ausflug durch einen der Nationalparks – es gibt mit dem Camper einiges zu entdecken. Auf der anderen Seite wirft die erste Urlaubsreise mit dem Camper Fragen auf. Wann und wo lässt sich welches Wohnmobil in den USA anmieten? Wie gestalten sich die Einreise und der Reiseverlauf? Der nachfolgende Beitrag liefert die hilfreichsten Hinweise für einen Camping-Urlaub durch die USA.

Wichtige Hinweise zur Einreise in die USA

Bevor es mit dem Camper in die weite Wildnis der USA geht, steht die Einreise in die Vereinigten Staaten an. Um diese erfolgreich zu meistern, gilt es die Bestimmungen für deutsche Staatsangehörige zu beachten, die das Auswärtige Amt verständlich darlegt. Deutsche benötigen neben dem gültigen Reisepass ein spezielles Visum, bevor sie in die USA dürfen. Alternativ ist es ihnen möglich, an dem speziellen „US Visa Waiver Programm“ teilzunehmen und sich für eine Dauer von maximal 90 Tagen visumfrei in die USA aufzuhalten. Der entsprechende ESTA Antrag auf Deutsch lässt sich online mit einem Formular innerhalb von wenigen Minuten ausfüllen und einreichen.

Ein Wohnwagen in den USA lässt sich vorab anmieten.
Ein Wohnwagen in den USA lässt sich vorab anmieten.

Camper anmieten: Zeitraum und Formalitäten beachten

Viele der Campingflächen in den USA werden von staatlicher Seite unterhalten. Aus diesem Grund sind sie in einem guten Zustand und kosten weniger als private Campingplätze. Auf den staatlichen kostet ein Stellplatz pro Tag durchschnittlich 25 Dollar. Dabei gilt: Je früher Reisende buchen, desto besser. Besonders in der Sommerzeit, in den Ferien oder an den gesetzlichen Feiertagen sind die Campingplätze begehrt. Die Buchung der besagten Stellplätze lässt sich am besten einige Wochen vor der Anreise online vornehmen oder via Telefon bei den Campinganbietern vor Ort reservieren.

Welches Wohnmobil passt zum Camping-Urlaub in den USA?

Hinsichtlich der „Recreational Vehicles“ gibt es gravierende Unterschiede. Die Amerikaner fassen unter dem Begriff „Camper“ für gewöhnlich kleinere Busse zusammen, die eine Matratze im hinteren Teil des Busses aufweisen. In den richtigen „Recreational Vehicles“ gibt es immer eine gut ausgestattete Kochecke sowie Schlafplätze für bis zu sechs Personen. Oftmals lässt sich der im Wohnmobil befindliche Tisch mit wenigen Handgriffen zu einem Schlafplatz umfunktionieren. Im Badezimmer erhalten die Reisenden fließendes Wasser und können duschen. Der Stromgenerator ist üblicherweise an eine externe Stromquelle angeschlossen.

Mit dem Wohnmobil durch die USA fahren – worauf zu achten ist

Mit einem Camper die Routen entlangzufahren gestaltet sich in der Regel nicht allzu schwierig, da die Straßen in den USA breit sind. Für Anfänger ist es dennoch ratsam, ein mittelgroßes Wohnmobil zwischen 5,80 und 7,60 Metern zu wählen. Die Spiegel sollten richtig eingestellt sein, damit der Fahrer die Straße genau im Blick hat. Viele der angebotenen Wohnmobile sind mittlerweile mit einer Rückfahrkamera ausgestattet, die anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Beim Einparken ist Vorsicht besser als Nachsicht: Lieber ein bis zwei Parkplätze mehr beanspruchen und quer einparken.

Off-Road oder auf der Straße: Mit dem Wohnwagen lassen sich weite Teile der USA bequem erkunden.
Off-Road oder auf der Straße: Mit dem Wohnwagen lassen sich weite Teile der USA bequem erkunden.

Meilenpakete ja oder nein?

Einige Anbieter bieten ein „unbegrenztes Meilenpaket“ an, das sich aber nicht in jedem Fall lohnt. Reisende, die ihre Route vorab planen und festlegen, sollten durchrechnen, wie viele Meilen sie mit dem Wohnmobil zurücklegen und auf dieser Basis das nächst höhere Meilenpaket wählen. Es ist hilfreich zu wissen, dass die Camper in den USA mehr Benzin verbrauchen als in Europa. Pro 100 Kilometer verbrauchen sie zwischen 25 und 30 Liter Benzin.

Wenn alle Stricke reißen: Sicher entlang der Straße nächtigen

Spontan-Camper sind – mit hoffentlich sicher verstautem Gepäck – wahrscheinlich schon in die Situation geraten und haben keinen Campingplatz mehr gefunden. In einem solchen Fall ist es ratsam, nicht in Panik zu verfallen und in einer typischen Gegend, in der viele Urlauber ihre Wohnmobile abstellen, für eine Nacht unterzukommen. Das Schlimmste, was passiert, ist ein Bußgeld und eine Belehrung von einem Ranger, der morgens am Straßenrand oder dem Parkplatz vorbeikommt. Meistens zeigen sich die Ranger verständnisvoll und geben Fremden Tipps, wo sie den nächsten Campingplatz finden.

Für viele Camper die schönste Route: Die legendären Grand Canyons.
Für viele Camper die schönste Route: Die legendären Grand Canyons.

Wohnmobil vor der Rückgabe auf Schäden untersuchen

Vor der Heimreise von der erlebnisreichen Road-Tour steht die Rückgabe des Wohnmobils an. Es ist empfehlenswert, das Mietfahrzeug bereits beim Anmieten auf Schäden und Mängel zu untersuchen und sie, falls vorhanden, an Ort und Stelle vermerken zu lassen. Auf diese Weise ersparen sich die Reisende weitere Kosten und unnötigen Ärger. Weiterhin sollte das aufgeräumte und saubere Gefährt spätestens bis zum Mittag des Abreisetags mit vollem Benzintank zurückgegeben werden.

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Über Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.

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