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Ratgeber Wohnwagenkauf – Checkliste: Darauf kommt es an

Was im Schaufenster an den Kleiderpuppen einfach sensationell gut aussieht, kann beim Anprobieren plötzlich überhaupt nicht mehr gut aussehen und zudem an gewissen Körperstellen zwicken und kratzen. Trotz richtiger Kleidergröße scheint die schicke Bluse oder auch das edle Jackett einfach nicht für einen gemacht zu sein. Wer das heißbegehrte Stück jetzt trotzdem kauft, wird wohl kaum Freude daran haben.

Was allerdings bei einem Kleidungsstück eher ein kleines Malheur darstellen kann, kann beim Wohnwagenkauf doch fatale Folgen haben, denn Umtauschen lässt sich der teure Caravan nur in Zusammenhang mit einem hohen Wertverlust und Änderungen sind in der Regel gar nicht erst machbar. So ist beim Tragekomfort eines Wohnwagens stets der Grundriss wichtig, so dass dieser wohl überlegt sein will.

Auch Wohnwagen werden stets von der Stange erworben, allerdings gibt es hier zahlreiche Grundrisse, wie Varianten, die dann doch an genaue Maßarbeiten erinnern. Großhändler bieten meist zwischen 30 und 60 verschiedene Caravan-Modelle an. Wobei diese nach verschiedenen Schnittmustern kreiert werden und spezielle Elemente bei jedem Hersteller wo anders ihren Platz finden. Demnach kommt es hier immer wieder zu neuen Wohnwagenmodellen.

Die richtige Küche im Wohnwagen

Aus Gründen des Gewichts findet sich die Küche im Wohnwagen meist über der Achse, indem diese als Küchenzeile angeordnet ist. In seltenen Fällen gibt es diese aber auch als Winkel. In der Regel besteht die Caravan-Küche aus einem Dreiflammenkocher, allerdings finden hier nicht immer große Pfannen und Töpfe ausreichend Platz. Das Arbeitsflächenmaß, aber ebenso die Größe der Spüle gilt es hier zu beachten.

Hinzukommt, dass auch Gewürzregale, offene Abstellplätze, Vitrinen, Apothekerauszüge, Zentralverriegelungen, sowie Schubladen mit Selbsteinzug nicht vergessen werden sollten, denn solche Feinheiten bieten jede Menge Komfort. Natürlich darf im Wohnwagen auch ein Kühlschrank nicht fehlen. Dieser findet sich in einem jeden Caravan mit 100 Liter Volumen als Standard. Wer es etwas kompakter haben möchte, kann aber auch einen 160 Liter Kühlschrank mit separatem Gefrierschrank erwerben.

Die richtigen Betten im Caravan

Genau, wie die Camper sind auch die Betten im Caravan individuell und so hat sich hier in den letzten Jahren einiges getan. All abendlich die Sitzgruppe in eine Schlafgelegenheit zu verwandeln, ist nicht mehr Gang und Gebe, denn auch Wohnwagenbesitzer schlafen heute lieber komfortabler. So sollten sich Interessenten vorab die Frage stellen, ob sie lieber in einem Doppelbett oder in Einzelbetten nächtigen. So legen Camper mit Gardemaß oftmals Wert auf zwei Meter lange Betten, die viel Bewegungsfreiheit erlauben, während schlanke, eher kleine Reisende daran kaum einen Gedanken verschwenden.

Zurzeit sind längs eingebaute Betten, die den Wasch-, wie Toilettenraum gleich nebenan an haben, voll angesagt, denn dies spart Platz. Experten sprechen hier auch gerne vom französischen Bett, welches allerdings recht schmal konzipiert ist. Erst wenn der Wohnwagen eine Außenbreite von 2,5 Meter mitbringt, kann sich dieses Nachtlager entsprechend ausbreiten. Wer außerdem sein Bad an anderer Stelle im Caravan unterbringt, kann an der Seite einen Gang vorsehen und sich auf diese Weise den Zustieg vereinfachen.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit das französische Bett im Wohnwagen quer zum Bug einbauen zu lassen. Auf diese Weise können Nutzer sowohl über das Fußteil, als auch von der Seite ins Bett gelangen. Dies klappt aber ebenfalls nur, wenn der Caravan eine Breite von 2,50 Meter mitbringt. In einzelnen Fällen findet sich dieses Bett ebenfalls als Heckabschluss vor einen quer angelegten Sanitärraum. In einigen Wohnwagen finden sich zudem auch Einzelbetten. Hier wirken die Grundrisse eher uniform, denn während sich die Betten auf der einen Seite des Wohnwagens integrieren, ist die Rundsitzgruppe gleich gegenüber zu finden.

In seltenen Fällen sind die Betten außerdem vor einem großen Sanitärraum angeordnet. Zwischen den Betten läuft ein schmaler Gang entlang, so dass beide Nachtlager vergleichsweise viel Liegefläche vorzuweisen haben. Jeder Nutzer besitzt hier seinen eigenen Zugang und stört den Nachbarn während der Nachtruhe nicht. Zudem lassen sich diese beiden separaten Liegeflächen auch einfach verbinden, indem ein Einlegepolster zwischen die Matratzen gelegt wird. Da es hier aber verschiedene Einbaumöglichkeiten gibt, empfiehlt es sich die verschiedenen Varianten im Vorfeld zu testen.

In einigen Wohnwagen findet sich zudem das sogenannte Queensbett, allerdings kommt das eher selten vor. Ähnlich wie bei einem Doppelbett zu Hause ist dieses breite Nachtlager gleich von drei Seiten zugänglich. Länge, wie Breite dieses Nachtlagers fallen demnach üppig aus, nehmen aber auch viel Platz weg. Erst bei breiten Wohnwagen zeigt sich diese Variante geräumig. Wer hingegen mit seinem Nachwuchs auf Reisen geht, wird meist schnell vom sogenannten Stockbett begeistert sein, denn hier haben die Kinder dann ihr eigenes Reich. Aufgrund der benötigten Höhe sind diese Betten oft im Heck des Caravans untergebracht und können mittels Vorhang oder auch Schiebetür vom Rest des Innenraums getrennt werden.

Die Bettenlänge beschränkt sich bei den Stockbetten zwar auf 1,90 Meter und auch die Tragfähigkeit ist häufig recht knapp bemessen, allerdings reicht dies dennoch bei den Kids für einen erholsamen Schlaf. Oftmals ist die untere Etage auch klappbar, so dass hier Stauraum entstehen kann. Großzügig konzipiert, ist zudem ein Kinderzimmer mit Stockbetten samt zweiter Sitzgruppe, allerdings findet sich diese Variante nicht in jedem Wohnwagen. Gleiches gilt im Übrigen für die Kombination Stock- und Doppelbett. Relativ neu hingegen sind in den Caravans die sogenannten Hubbetten, diese nutzen den Platz über der Sitzgruppe. Geht der Wohnwagen in die Breite, vergrößern optionale Aufstelldächer den Raum nach oben.

Demnach ist die Wahl der passenden Betten im Wohnwagen gar nicht so einfach, denn viele Varianten sind hier möglich. Es gilt also erst einmal eine jede Möglichkeit auszuprobieren und sich die beste Variante herauszusuchen.

Das passende Bad im Wohnwagen

Erlaubt ist, was einem persönlich gefällt, trifft natürlich auch zum Teil im Wohnwagen zu und lässt sich vor allem im Sanitärbereich umsetzen. Eine Warmwasserversorgung über eine Therme, sowie ein Toiletten- und Waschraum sind selbstverständlich ein Muss. Gleiches gilt für Abwasser-, wie Frischwassertanks, welche sich bereits im Caravan etabliert haben. Drehbare Toiletten hingegen sehen zwar edel aus und wirken hochmodern, sind aber dennoch nicht so einfach zu reinigen, wie die klassischen Banktoiletten, wie man sie kennt.

Auch die Bewegungsfreiheit, sowie die Höhe und Größe des Waschbeckens spielen hier zudem eine Rolle. Ob eine Dusche im Wohnwagen dagegen sein muss, sorgt immer wieder für heiße Diskussionen, denn meist steht der Caravan schließlich auf dem Campingplatz und hier gibt es Duschgelegenheiten. Aus diesem Grund, finden sich nur selten Wohnwagen mit einem großen Bad und separater Dusche. Oftmals sind diese dann im Heck untergebracht und dienen zusätzlich als Trockenraum.

Sitzgruppen im Wohnwagen

Rundsitzgruppen gelten in Wohnwagen als Favorit und finden sich meist im Heck oder auch im Bug des Anhängers, denn hier finden sich auch die Fenster, so dass neben den Mahlzeiten ebenso die Aussicht genossen werden kann. In seltenen Fällen findet sich eine solche Sitzgruppe auch seitlich gegenüber der Tür oder aber ein sogenannter Schenkel ist weit herumgezogen, so dass eine Rundsitzgruppe im 270 Grad Winkel möglich ist. In kompakten Wohnwagen dagegen lässt sich manchmal eine Dinette finden.

Hierbei handelt es sich um zwei Sitzgruppen, die sich gegenüber stehen. Solche Sitzgruppen werden außerdem bei einem Kinderzimmer-Grundriss mit vorne, wie hinten liegenden Liegeplätzen gerne eingebaut. Demnach finden sich dann Küche, sowie Sitzgruppe im Zentrum des Caravans. Allerdings kann hier ebenfalls eine Rundsitzgruppe mit kurzen Schenkeln eingesetzt werden.

Lediglich bei üppigen Wohnwagenmodellen lassen sich auch zwei Sitzgruppen integrieren. In diesem Fall gönnen sich die Camper ein Esszimmer im Küchenbereich, während die andere Sitzgruppe als Wohnzimmer verwendet werden kann. Aber ganz egal, ob es sich um ein Dinette oder um eine Rundsitzgruppe handelt, beide Varianten können bei Bedarf als Schlafgelegenheit dienen. Sehr kompakte Wohnwagen verfügen über keine andere Möglichkeit und in größeren Caravans werden diese Sitzgelegenheiten gerne als Gästebett eingesetzt.

Fazit: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten einen Wohnwagen einzurichten. Demnach fällt die Wahl nicht immer leicht und Käufer eines Caravans sollten hier nicht unüberlegt handeln, sondern ein jedes Modell genau unter die Lupe nehmen bevor sie den Kaufvertrag unterzeichnen. Erst, wenn alles passt, gilt es hier zu zuschlagen.
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