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Warnwesten gehören grundsätzlich immer mit an Bord

Kaum steht der Urlaub vor der Türe, da wird auch schon alles geplant, organisiert und durchgecheckt. Besonders die Fahrtüchtigkeit des Campers und Wohnmobils steht dabei im Fokus und wird im Vorfeld auf Herz und Nieren auf den Kopf gestellt und geprüft.

Dabei wird schnell einmal außer Acht gelassen, wie wichtig beispielsweise der Erste-Hilfe-Koffer ist und besonders eben auch die Warnwesten. Denn in einigen Ländern ist dieses Sortiment für die eigene Sicherheit ebenfalls Pflicht. Und wer diese beiden Dinge nicht an Bord hat, kann mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

Warnweste ist Pflicht

Sicherlich freut sich jeder auf den wohlverdienten Urlaub und nichts wird sehnlichster erwartet, als, dass es nun endlich losgeht. Die Schulferien haben begonnen, der erste Ferientag bricht an und schon füllen sich die Straßen, die nach Norden oder Süden führen. Mit einem Wohnwagen oder Camper unterwegs sitzt die ganze Familie an Bord und freut sich auf diese schöne Zeit.

Doch wer mit dem eigenen Auto oder Camper auf europäischen Straßen unterwegs ist, sollte wissen, dass es in einigen Ländern Pflicht ist, eine entweder rote, gelbe oder orangefarbene Warnweste an Bord zu haben. Und zwar nicht nur für den Fahrer, sondern auch für den Beifahrer.

Diese Westen dürfen zudem nicht einfach nur gewöhnliche Warnwesten sein, sondern müssen exakt das europäische Kontrollzeichen EN 471 aufweisen. Ist dies nicht der Fall, kann unter Umständen bei einer Kontrolle im Ausland schon an der Grenze der erste Ärger anstehen. Denn ungültige Warnwesten und auch Warnwesten in falscher Färbung werden nicht akzeptiert.

Wer seinen Urlaub mit dem Auto im europäischen Ausland verbringen möchte, muss in einigen Ländern eine gelbe, rote oder orangefarbene Warnweste für Fahrer und Beifahrer mitführen, die das europäische Kontrollzeichen EN 471 aufweist. Mit der richtigen Warnweste an Bord lässt es sich besser und beruhigter in den Urlaub fahren. Denn man weiß schließlich nie, was unterwegs passieren kann und welchen Gefahren man plötzlich ausgesetzt ist.

Viele Länder mit unterschiedlichen Reglements

Warnwesten müssen bei Unfällen getragen werden, um sich selbst zu schützen und auch andere Verkehrsteilnehmer. Das Warndreieck und auch die Absperrung und Abgrenzung des Unfallortes müssen sicher und reibungslos über die Bühne gehen können – egal in welchem Land man sich auch befindet. Es gibt allerdings in Europa ganz unterschiedliche Regeln und Gesetze zu Mitführungs- und Tragepflichten von Warnwesten und auch des Verbandskastens oder eben Erste-Hilfe-Kastens im Kofferraum des Autos.

Empfindliche Verwarn- bzw. Bußgelder drohen, wenn dies nicht der Fall sein sollte. In Deutschland besteht schon seit 2014 eine allgemeine Warnwestenpflicht. Das bedeutet, dass dies ein jedem Fahrzeug vorhanden sein muss, unabhängig allerdings von der Anzahl der Personen, die sich im Fahrzeug befinden.

Darüber hinaus besteht eine durch die Unfallverhütungsvorschrift der Berufsgenossenschaften geregelte Mitführ- und Tragepflicht der jeweiligen Warnwesten für alle gewerblich genutzten Fahrzeuge. Im Nachbarland Belgien beispielsweise Ist die Tragepflicht bei Unfällen und Pannen außerhalb geschlossener Ortschaften und Autobahnen.

Eine Weste pro Fahrzeug ist hier vorgeschrieben. Ein Bußgeld von 55 Euro droht, wenn diese nicht an Bord ist. In Frankreich ist das Mitführen und Tragen bei Unfällen und Pannen außerorts und auf Autobahnen Pflicht. Allerdings muss hier die Weste vor Verlassen des Fahrzeugs angelegt werden. Also immer griffbereit zur Verfügung stehen und nicht wie bei uns im Kofferraum. Hinzu kommt, dass seit dem 1. September 2008 auch für FahrradfahrerInnen, die nachts außerorts oder bei witterungsbedingten schlechten Sichtverhältnissen unterwegs sind, eine Warnwestenpflicht besteht.

In Italien ist die Tragepflicht für alle Personen, die das Fahrzeug bei Pannen und Unfällen verlassen Pflicht. Beim Aufstellen des Warndreiecks muss die Person unbedingt schon eine Warnweste tragen. In Kroatien, Bulgarien, Luxemburg und Finnland ist das Tragen der Warnwesten Pflicht, jedoch erfolgt bei Unterlassung nicht in jedem Land ein Bußgeldverfahren.

In Finnland allerdings kostet das 90 Euro und in Luxemburg rund 74 Euro. In einigen Ländern wie auch in Finnland, müssen auch Radfahrer, die bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen auf Landstraßen und außerorts unterwegs sind, diese Westen tragen. Gleiches gilt in Luxemburg sogar auch für Fußgänger, die bei Dunkelheit an den Seiten von Landstraßen gehen.

Für Camper und Reisende lebensrettend

Besonders für Camper und Urlauber, die mit dem Auto unterwegs sind, ist die Warnweste wichtiger denn je. Denn schon allein die Vorstellung, des Nachts am Seitenstreifen einer nicht beleuchteten Straße eine Panne mit dem Wohnmobil zu haben und sich dann auch noch auf schmalen Straßen gezwungenermaßen immer wieder teils auch auf der Fahrbahn zu befinden, ist schlimm genug.

Ohne Warnwesten, die mit etlichen Reflektoren behaftet sind, ist die Sichtbarkeit gleich null – und die Gefahr und das Unfallpotenzial dadurch extrem groß.

5.0
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Über Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.