Wohnmobil Balcamp 610 auf MAN TGE mit Allradantrieb und Automatikgetriebe

In diesem Video zeigen wir euch einen weiteren Grundriss mit Hubbett und Heckquerbett. Den Balcamp 610 auf MAN TGE mit Allradantrieb und Automatikgetriebe.

Das Wohnmobil Balcamp 610 auf MAN TGE mit Allradantrieb und Automatikgetriebe

Das Fahrzeug ist von einem polnischen Anbieter und auf Basis von MAN TGE, mit einem Preis um die 79.000€
Was gleich positiv auffällt, von außen vorne viel Chrom, das wirkt sehr edel.

Die Innenausstattung

Im Fahrerbereich absolut hochwertig, in Wurzelholzoptik und hellen orangefarbenen Leder gestaltet. Ist natürlich alles Geschmackssache. Aber gehen wir mal davon aus, dass das optional änderbar ist. Ganz anders als in vielen Kastenwagen, ist im Balcamp 610 kein BugRollo verbaut, sondern ein Vorhang, oben mit Schiene. Damit hat man die Möglichkeit eines Sichtschutz und einer Verdunkelung. Hinter dem Fahrersitz, eine kleine Sitzgruppe und darüber ein LED Band, als Lichtspender, welches man in unterschiedlichen Farben variieren kann, nette Spielerei.

Balcamp 610
Balcamp 610

Die Küche

befindet sich gleich gegenüber der Sitzgruppe und wirkt, bei geöffneter Tür wie eine Bar nach aussen. Seitlich eine kleine Schublade, ein 2 Flammen Kocher und ein doch recht kleines Waschbecken, vervollständigen das Ganze. Über der Küche finden sich noch ein paar Stauraum Fächer und unter dem Kocher sehr große, tiefe Schubfächer. Nebendran der Kühlschrank, klein aber für 2 Personen absolut ausreichend. Auffallend, beim öffnen der Kühlschrankes wird’s eng.
Das Bad ist recht klein aber funktional und ohne Fenster.

Im Heck

auch hier etwas eng. Aber wenn man sich einmal den Weg gebahnt hat, ist es ok, hier ist das Querbett integriert und oberhalb wieder die schon erwähnten LED Lichtbänder.

Das Hubbett

Im Balcamp 610 hat man ein Hubbett verbaut, was seitlich über einen Knopf elektrisch herunter fahrbar ist. Das ist absolut angenehm, man kann sich die Kraft sparen, es runter zu ziehen. Liegeflächen- Länge ist bis 175cm doch recht klein, also nichts für große Menschen. Das Bett ist jedoch absolut solide verarbeitet, mit Lattenrost und unter dem Polster noch eine Schaumstoffmatratze.

Der Stauraum im Heck

der ist bei dem Balcamp 610 nicht so üppig, aber ausreichend. Auch wieder ein extra Fach für die Gasflaschen.
Von hier ist auch nochmal das Quer verbaute Bett im Heck einsehbar.

Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite.

Ein Kommentar

  1. Hallo, ich in fachlich und entwicklerisch an der Branche beteiligt. Zunächst Dank an Dirk für das Video zum Balcamp.

    Im Kern geht es darum, dass es ein paar besonders wertvolle Grundrisse gibt, die auf wenig Platz viel bieten.
    Die H-Line Hochdachmodelle von Pössl sind dafür gute Beispiele. Der Vario 545 kann zaubern, der 2Win Vario ebenfalls. So finden sich bei den besonderen Grundrissen also oft Betten hinten und vorn, nach Etagen getrennt, dazwischen manchmal sogar ein Bad über die gesamte Breite.
    Auch Knaus hat sich mit den neuen XL Modellen samt GFK Hochdach daran gemacht, diese Grundrisse anbieten zu können – nicht zuletzt auch VW mit dem Grand California 600, dessen Hochbett allerdings wieder nur für Kinder taugt.

    Schauen wir rüber zum polnischen Primus – der Marke Globe-Traveller – so findet man auch hier beim Hochbett über der Dinette real betrachtet massive Restriktionen wie fehlendes Lattenrost, extrem dünner Matratzenschaum / für echten erwachsenen Einsatz eigentlich unbrauchbar.

    Die Schwierigkeit vor allem: Wo bekomme ich einen funktionierenden Grundriss a la Knaus Boxstar XL oder Pössl 2Win Vario auf Mercedes oder Crafter / MAN?

    Antwort: hier bei Balcamp.
    Es fällt schon auf, dass seit kurzem der ganze Qualitätsschwung der kastenwagenbranche aus dem (liebevoll gesagt) ehemaligen Ostblock kommt.
    Globe-Traveller, Robeta, MegaMobil, Balcamp, etc. – Marken aus Slowenien und Polen drängen in den Markt und punkten vor allem mit Ansätzen wie massiver Wärmedämmung, besserer Möbelbauqualität und mutigeren Grundrissen.

    Die Marke Affinity Van ist da als Ableger des ehem. Machers von Globe-Traveller ebenfalls ein Beleg für diese Bewegung.

    Wenn man nun also vor diesem Balcamp MAN steht, dann überzeugen die wenigen Details zunächst massiv:

    – Crafter / MAN Basis
    – 4Motion / Allrad
    – hohe Leistungsfähigkeit Fahrzeugseitig
    – hoher Basis-Fahrzeugstandard

    Hmmm lecker.
    Und das alles auf einem recht selten zu bekommenden Grundriss des Pössl 2Win Vario.
    Volle Bettgröße hinten quer. Volle Bettgröße über der Dinette mit voller Stehhöhe ohne Tricks, Zusatzfenster oben seitlich, angenehmes Wohngefühl und Schlafbereiche ohne Einschränkung anderer funktionaler Bereiche. Dazu ein richtig großes Bad zum Duschen.

    Das machen nicht viele nach und auf Premiumfahrzeugen eigentlich niemand. Klar gibt es den Grand California, aber da scheidet das Hochbett für Erwachsene einfach aus. Das macht einen Unterschied, ob man diesen Grundriss einfach mal mutig ohne Einschränkungen plant und baut.

    Auch Zahlen und Maße des Balcamp scheinen zu überzeugen.

    Doch dann: Das komplette Interior-Design, die Raffgardinen, die Farbwahl der Materialien, Überwürfe, Hinterschnitte, Kantenverläufe, Chromknöpfchen, farbige Grünflächenanteile mit kalt weißen Möbelformen inkl. braun-samtiger Bespannungen mit russischen Gardinenelementen…

    Ganz ehrlich: es fehlen nur noch Zwiebeltürmchen auf dem Auto. Ich könnte mich in einer solchen Designumsetzung nicht lange aufhalten.

    Viel zu wollen und manches zu können, dies alles zu tun – ja, das verdient Respekt.
    Aber in der Preisklasse sollte man den Weg auch bis zum Ende laufen und gucken, wo sich der Markt ungefähr orientiert.

    Wo sich das Innenraumdesign von Campern auf Mercedes oder höherpreisigen Ducatos einpendelt, kann man angefangen bei Knaus über HymerCar, aber auch beim Frankia Yucon nachsehen. Ebenso bieten Ausbauten von CS Reisemobile, La Strada, HRZ / Schwabenmobil, Bresler oder auch Westfalia eine Menge Schützenhilfe, wie man Funktionen, Bauweisen im Innenbereich und das Interiordesign grob abstimmen könnte.

    Frage an Euch: Wenn ein Sportwagenbauer auf Niveau von Porsche versuchen würde am Markt mitzumischen, die Leistungsfähigkeit auch ev. mitreden könnte – würdet Ihr das Teil gleichberechtigt betrachten, wenn dort am Heck Dreifach-Spoiler in Formel-1 Größe und weitere völlig überzogene Designeskapaden daran verbaut wären? Beim Understatement von zB der Marke Porsche im direkten Vergleich und bei vor allem gleicher Preisregion sicher nicht…

    So auch hier beim Balcamp. Leider am Ende ein ziemlicher Schreck.

    Und vor allem für mich – DENN: Balcamp ist der weltweit einzige Hersteller, der es neben VW bislang geschafft hat, dem neuen Crafter / MAN endlich ein GFK-Hochdach zu verpassen.

    Das fehlt dem Markt und genau deshalb bekommt man auch bei Crafter kaum Lösungen!

    Was für ein Dilemma am Ende….

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