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Wohnmobil überladen - Mögliche Strafen und Kosten
Wohnmobil überladen - Mögliche Strafen und Kosten

Wohnmobil überladen: Drohende Strafen im In- und Ausland

Sie möchten in den Urlaub fahren und selbstverständlich darf nichts im Wohnmobil fehlen: Genug zu Essen, Getränke. Bettwäsche, Zelte, Stühle, Tische und so weiter. Schließlich dauern Abenteuer mit dem Wohnmobil etwas länger an und Sie möchten nicht dauernd ins Restaurant oder Hotel, denn dafür haben Sie sich das Wohnmobil sicherlich nicht gekauft, sondern eher im Gegenteil.

Sie möchten frei sein und Ihr zu Hause am besten komplett in das Wohnmobil laden, damit Sie auf alles Zugriff haben, worauf Sie auch in Ihren vier Wänden Zugriff hätten. Ein Fernseher, Laptop, PC, die Gitarre, Tennisschläger und so weiter. Allein die Getränke wiegen bereits sehr viel und dann kommen auch noch die Mitfahrer ins Spiel.

Wenn Sie mit einer größeren Familie verreisen, dann kann das Wohnmobil ganz schön voll werden. Dies ist tatsächlich keine Seltenheit: Wohnmobile sind öfters überladen und die Passagiere merken davon natürlich nichts. Die Langlebigkeit des Campers leidet jedoch darunter (vor allem die Achse) und unter anderem ist es illegal, das Gefährt derart zu überladen.

Immerhin könnte bei einem Unfall Schlimmeres passieren, wenn Ihr Wohnmobil überladen ist. Wer mit einem überladenen Wohnmobil erwischt wird, der muss mit saftigen Geldbußen rechnen. Überprüfen Sie also am besten in Ihren Papieren, wie viel Sie in den Wohnwagen packen dürfen, damit Sie sicher unterwegs sind.

Wohmnobil überladen? Nachfolgend einige Tipps und Tricks, wie Sie an Gewicht sparen können

Sollten Sie einen längeren Urlaub planen, dann nehmen Sie sicherlich eine Menge Zeug mit. Bei wem der Platz also knapp wird und wessen Wohnmobil an Übergewicht leidet, der sollte sich die nächsten Zeilen nicht entgehen lassen. Nachfolgend führen wir einige Tipps und Tricks auf, wie Sie Gewicht sparen können. Wenn Sie alle Tipps beherzigen und miteinander kombinieren, kommen Sie auf eine ordentliche Gewichts-Einsparung.

Füllen Sie Ihren Wassertank nicht zu Hause, sondern am Zielcampingplatz auf. Das spart bereits eine Menge Gewicht und zudem Wasserkosten. Machen Sie sich keine Sorgen, dass es an dem Ort keine Möglichkeit gibt: Auf so gut wie jedem Campingplatz ist ein Ort um Wasser aufzufüllen gesetzlich Pflicht. Besonders die Riesen unter den Wohnmobilen haben einen enorm großen Benzintank. Wozu sollten Sie diesen also komplett auffüllen? Tanken Sie auf der Fahrt einfach mehrmals und gehen Sie nur bis zur Hälfte. Somit sparen Sie locker 50 – 100 Kilogram man Gewicht.

Wenn Sie Einweg-Teller und Besteck aus Plastik einpacken, reduzieren Sie das Gesamtgewicht ebenso. Immerhin wiegt Glas und Metallbesteck wesentlich mehr, als etwa Bambusteller oder Teller aus Holz. Wenn Sie mit Gas kochen, sollten Sie nur so viele Gasflaschen mitnehmen, wie Sie auch tatsächlich brauchen. „Prepper“ werden damit zwar ein Problem haben, aber Sie sollten auch diesen Ratschlag unbedingt beherzigen.

Ebenso empfehlenswert sind Alugasflaschen, welche viel weniger wiegen, als die normalen. Nehmen Sie nur so viele Nahrungsmittel und Getränke mit, wie Sie bis zu Ihrem Zieloft brauchen. Kaufen Sie dann am besten vor Ort ein und Voilá – schon wieder haben Sie viel Gewicht eingespart.

Wenn Sie keine Fahrräder auf Ihre Reise mitnehmen, dann können Sie auch die Fahrradträger zu Hause in der Garage lassen. Die wiegen nämlich manchmal auch nicht wenig. Entlerren Sie zum am besten vor der Fahrt Ihren Abwassertank. Wozu sollen Sie auch dreckiges Wasser umherkutschieren und mehr Benzin verbrauchen?

Wenn Sie übervorsichtig sind, könnten Sie dazu neigen unnötiges Werkzeug mitzunehmen, welches meist sehr viel wiegt. Nehmen Sie nur Werkzeug mit, welches Sie auch tatsächlich benötigen, wenn Sie Ihren Wohnwagen selbst reparieren wollen. Als letzten Tipp können wir Ihnen empfehlen, Ihre Bücher durch E-Books zu ersetzen. Wer viel liest, neigt eventuell dazu seine gesamte Buchkollektion mit einzupacken, die zusätzlich sehr viel Gewicht mit sich bringt.

Die drohenden Strafen bei einem überladenem Wohnmobil im In- und Ausland

  • In Belgien müssen Sie mit einer Strafe von 110 bis 130 Euro rechnen.
  • In Dänemark müssen je % Überschreitung des zGG etwa 10 Kronen vom Fahrer und 20 Kronen vom Halter bezahlt werden.
  • In Deutschland wird ebenso mit Prozenten gearbeitet: Mehr als 10% Überladungsgewicht, werden mit 30 Euro, mehr als 15% mit 35 Euro, mehr als 20% mit 95 Euro und einem Punkt, mehr als 25% Überladung mit 140 Euro und einem Punkt und ab 30% müssen Sie 235 Euro bezahlen und kriegen ebenso einen Punkt in Flensburg aufgebrummt.
  • In Frankreich müssen Sie bei Überladung Ihres Campers zwischen 135 und 750 Euro zahlen.
  • In Großbritanien wird es besonders teuer: Mit 70 bis 6000 Euro, hängt die Strafe in erster Linie von der Überladungsmenge und der Laune der Beamten ab, bzw. wo und wann Sie in Großbritanien gestoppt werden.
  • In Italien sowie in Luxemburg, zahlen Sie 41 – 1682 Euro.
  • In den Niederlanden beträgt die Strafsumme 120 bis 470 Euro und in Österreich kann es mit 90 – 5000 Euro ziemlich teuer werden.
  • Schweden bestraft überladene Wohnmobile mit 200 bis 400 Euro und die Schweiz mit mindestens 85 Euro.
  • Spanien fordert ebenso einen hohen Betrag, mit 300 bis 4600 Euro!

Über Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.