Womo Stellplatz Empfehlung: Wohnmobiloase-Prora auf Rügen

Der Wohnmobilstellplatz entspricht unseren persönlichen Vorstellungen als Camper. Alles kann und nichts muss. Hier zahlt man nur für Dinge die man als Camper auch nutzt, ob Strom oder Frischwasser.

Mehr als 75 Jahre nachdem Adolph Hitler den Auftrag für ein Traumreiseziel in der Nähe der Ostsee erteilt hatte, wurde der Badeort aus der Nazizeit für die breite Öffentlichkeit neu entwickelt.

Prora, das an der nordöstlichen deutschen Ostseeküste auf der Insel Rüegen liegt, wurde ursprünglich von Hitler im Rahmen des Programms “ Kraft durch Freude“ als massiver, 4,5 Kilometer langer Strandurlaubsort für deutsche Arbeiter in Auftrag gegeben.

Wohnmobiloase-Prora auf Rügen
Wohnmobiloase-Prora auf Rügen

Geschichte des Komplexes in Prora

Die ursprünglichen Pläne sahen einen Festsaal und Räume in acht 450 Meter langen Blöcken vor, die 20.000 Gäste aufnehmen sollten, wobei jeder Raum zum Meer hin ausgerichtet sein sollte. Die Bauarbeiten wurden jedoch 1939 eingestellt, und während des Zweiten Weltkriegs beherbergte der Komplex sowjetische Soldaten. Jahrzehnte später verkaufte die deutsche Regierung, die nach 1989 die Verwaltung übernahm, die fünf bestehenden Blöcke an private Investoren.

Im Eiltempo bis 2017 ist Prora nun in ein massives Immobilienprojekt verwandelt worden. Während einige Teile noch immer in Ruinen liegen, wurden andere saniert, um ein Hotel, Ferienwohnungen, ein Museum und eine Jugendherberge zu errichten.

Ein Denkmal des Größenwahns

Prora repräsentiert perfekt den Größenwahn des Naziregimes – und seine Inkompetenz. Als das Regime 1939 den Zweiten Weltkrieg auslöste, wurde der Bau eingestellt. Der Komplex wurde nie fertig gestellt. Kein KdF-Tourist machte jemals Urlaub in dem „Badeort für zwanzigtausend“.

Stattdessen wurden die Wohnblöcke militärisch genutzt – etwa als Kasernen, zunächst unter dem Nazi-Regime, dann in der kommunistischen DDR. Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Komplex offiziell unter Denkmalschutz gestellt. Museen und Künstlerateliers zogen ein, doch große Teile des monströsen Bauwerks, das als das längste seiner Art in der Welt gilt, verfallen weiterhin.

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