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Die Kfz-Versicherung für Ihren Camper – darauf müssen Sie achten

Nervige Check-In-Zeiten, ewiges Warten am Flughafen oder am Bahnhof und wenn man dann endlich im Hotel ankommt, ist das Zimmer noch nicht fertig. So fängt der Urlaub gleich gut an. Dabei möchte man während der schönsten Zeit des Jahres doch vor allem eines: abschalten. Den Stress des Alltags vergessen, einmal sein eigener Herr sein. Diese Möglichkeit bietet sich all denen, die ihren Urlaub im Camper verbringen. Wer auf den Geschmack gekommen ist und sich entscheidet, ein Wohnmobil anzuschaffen, dem drängt sich vor der wohlverdienten Reise eine wichtige Frage auf: Was muss ich bei der Kfz-Versicherung beachten? In diesem Ratgeber haben wir die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt.

Welche Versicherung brauche ich eigentlich?

Wie wir es von unserem Auto kennen, gibt es auch für Camper eine Pflichtversicherung: die Haftpflicht. Sie deckt alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden an Dritten ab, nicht aber solche, die an oder in Ihrem eigenen Fahrzeug entstehen. Auch Vandalismus und Diebstahl sind nicht abgesichert. Für den Wohnmobilbesitzer ist es also durchaus sinnvoll, über eine Kaskoversicherung nachzudenken. Aber worin unterscheiden sich diese beiden Versicherungen?

Der Teilkaskoschutz kommt für alle durch Diebstahl, Kurzschlüsse, Explosionen oder Brände entstandenen Schäden auf. Die Folgen von Vandalismus oder einem selbstverschuldeten Unfall hingegen werden ausschließlich von der Vollkaskoversicherung übernommen.

Wichtig bei der Auswahl der richtigen Versicherung ist auch ein gründlicher Vergleich verschiedener Anbieter. Besonders bei der Teilkaskoversicherung können die Konditionen für Elementarschäden und Unfälle mit Tieren stark variieren. Auch auf die Leistungen bei Marderbissen und Glasschäden gilt es zu achten, denn diese sind nicht überall mit inbegriffen.

Video: Camper & Caravan Unfälle

Was ist anders als bei der Autoversicherung?

Wie auch beim PKW gehören die Anzahl und vor allem das Alter aller Fahrer, das Baujahr und der Kaufpreis zu den wichtigsten Faktoren, die den letztendlichen Versicherungsbetrag bestimmen. Doch hier ist auch schon der erste Unterschied: Nicht nur der Wert des Fahrzeuges selbst, sondern auch das fest eingebaute Inventar ist Teil des Gesamtbetrages, der versichert werden muss.

Darüber hinaus handelt es sich bei Ihrem Camper meist um einen Zweitwagen – ein weiterer Punkt, der ins Geld geht. Auch die Nutzungsmöglichkeiten werden durch die Versicherung eingeschränkt, denn im Gegensatz zum PKW, der für den Besuch beim Arzt oder die Fahrt zur Arbeit verwendet wird, bleibt der Camper solange stehen, bis es in den Urlaub geht.

Ein schöner Aspekt hingegen ist die Anzahl der Schadenfreiheitsklassen, denn davon gibt es beim Camper deutlich weniger als beim Auto. Auch die Statistiken, die belegen, dass es mit Wohnmobilen weitaus weniger Auffahrunfälle gibt, wirken sich positiv auf die Höhe der Police aus.

Was tun, wenn es ins Ausland geht?

Urlauber, die mit dem Wohnmobil verreisen, bleiben selten in Deutschland. Und im Ausland muss einiges beachtet werden. Zuallererst ist es wichtig, eine sogenannte Grüne Karte beim Versicherer zu beantragen. Hierbei handelt es sich um eine internationale Versicherungskarte, die im Ausland den Versicherungsschutz bestätigt. Ob und in welchem Umfang man im Ausland versichert ist, hängt jedoch vom Vertrag ab. Möchten Sie mit Ihrem Camper oft das Land verlassen, ist es ratsam, bereits beim Abschluss der Versicherung darauf zu achten, in welchen Ländern der Schutz gilt. Entscheiden Sie sich für eine Kaskoversicherung, gilt dasselbe Prinzip.

Bei einer Vollkaskoversicherung ist auch nicht automatisch jeder Schadensfall abgedeckt. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie auf Ihrer Reise eine Fähre nutzen. Nur in den seltensten Fällen ist ein Schaden, der auf der Überfahrt entsteht, auch versichert. Überprüfen Sie die Details Ihrer Versicherung auf jeden Fall und schließen Sie gegebenenfalls einen Zusatzschutz ab. Andernfalls müssten Sie trotz Vollkasko selbst für die Schäden aufkommen.

Zusatzversicherungen

Auch für den Camper gibt es Zusatzversicherungen, die eine Überlegung wert sind. So gibt es den Schutzbrief, der im Falle einer Panne hilft, Ihr Fahrzeug gegebenenfalls abschleppt und dafür sorgt, dass Sie nach Hause kommen. Haben Sie bereits eine solche Versicherung für Ihren PKW abgeschlossen, können Sie überprüfen, ob Sie auch Ihren Camper mitaufnehmen könnten. Achten Sie auch hier auf die Gültigkeit im Ausland.

Da bewegliches Inventar nicht im Schutz der Teilkaskoversicherung mit inbegriffen ist, sollten Sie sich zudem überlegen, ob Sie dieses nicht mit einer Camping- oder Inventarversicherung absichern wollen. Nur dann wären auch der Fernseher und die Kamera, die sich in Ihrem Camper befinden, bei einem Diebstahl versichert.

Tipps zum Sparen

Wie Sie sehen, kommt da einiges zusammen. Daher lohnt es sich besonders beim Versichern Ihres Campers neben Leistungen und Konditionen auf Sondertarife zu achten. Auf diese Weise können Sie viel Geld sparen. Manche Versicherer bieten beispielsweise Rabatte für bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienst an. Oft ist es auch von Vorteil ein Unternehmen zu wählen, bei dem bereits eine andere Versicherung besteht – auch hier gibt es häufig Vergünstigungen.

Wenn Ihr Camper bei Nichtnutzung in einer Garage oder auf einem anderen wind- und wettergeschützten Stellplatz abgestellt wird, geben Sie das auf jeden Fall an. Besonders die Kaskoversicherung kann mit dieser Komponente in der Police weitaus günstiger ausfallen.

Eine weitere Möglichkeit, die Sie nutzen können, um etwas Geld zu sparen, bietet das Saisonkennzeichen. Das gibt es nämlich nicht nur für Motorrad und Cabrio. Der Camper ist natürlich kein Alltagswagen und üblicherweise fahren Sie nicht das ganze Jahr mit ihm durch die Gegend. Während er auf seinen nächsten Einsatz wartet, könnten Sie ihn also auch einfach abgemeldet in die Garage stellen.

Achtung ist hingegen geboten bei einer zu hohen Selbstbeteiligung. Auch wenn viele Versicherer damit locken, hierdurch auf einen niedrigeren Beitrag zu gelangen, ist dies nicht immer schlau. Überlegen Sie sich im Voraus, ob Sie den angegebenen Betrag bei einem Unfall denn auch wirklich tragen wollen und können. Andernfalls müssen Sie weitaus tiefer in die Tasche greifen als angenommen.

Bei Versicherungen gilt: vergleichen, vergleichen, vergleichen

Wie bei allen Versicherungen sollte man sich gut informieren und verschiedene Vergleichsangebote einholen, bevor man sich entscheidet und endgültig einen Vertrag abschließt. Verivox bietet als Vergleichsportal hierfür eine gute Lösung. Man muss nicht selbst mit unterschiedlichen Anbieter Kontakt aufnehmen und erspart sich viel Zeit. Neben den Tarifen werden hier auch die Komponenten der Versicherungen miteinander verglichen und aufgelistet. So können Sie auf einen Blick erkennen, welche Leistungen mit welcher Versicherung einhergehen, abwägen, welche Punkte Ihnen wichtig sind und so eine gut überlegte Entscheidung für Ihren Camper treffen.

Über Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.

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