Startseite >> Wohnwagen und Wohnmobil Zubehör >> Wartung und Pflege >> Unterbodenschutz für den Wohnwagen

Unterbodenschutz für den Wohnwagen

Auch der Unterboden jedes Wohnwagens benötigt ab und zu einmal Pflege. Nicht jeder Caravan-Besitzer weiß hier aber wie häufig und womit er seinen Wohnwagen-Unterbodenschutz bearbeiten sollte. Leider helfen in diesem Fall ebenso eher selten die Bedienungsanleitungen weiter, denn die Hersteller drücken sich oftmals sehr allgemein aus. Hinzu kommt, dass es verschiedene Unterböden gibt, so dass unterschiedliche Pflegetipps zum Einsatz kommen.

Welche Unterböden für Wohnwagen gibt es?

In der Regel finden sich heute zwei unterschiedliche Konstruktionen an Unterböden in den Wohnwagen. Zum einen gibt es da den Klassiker, die sogenannte Holz-Sandwich-Bauweise und zum anderen die etwas pflegeleichtere, wie modernere GfK-Konstruktion. Beide Varianten bringen aber im Grunde, dieselben Eigenschaften mit, denn ein Unterbodenschutz für Wohnwagen sollte robust, langlebig, aber dennoch leicht sein.

  1. Unterbodenschutz aus Holz

Die klassische Variante besteht somit aus einem Holzlattenfachwerk, welches mit sogenannten EPS-Styroporplatten ausgelegt ist. Von innen, wie außen hingegen sind diese mit einer circa sechs Millimeter dicken Pappelsperrholzplatte verleimt. Außerdem kommt innen noch Kunststoff-Bodenbelag aus PVC drauf. Auf die äußere Seite kommt ebenfalls noch ein Unterbodenschutz aufgetragen, welcher dünn und atmungsaktiv ist.

  1. GfK-Bodenkonstruktionen

Diese modernere, wie pflegeleichtere Variante kommt immer öfter in Wohnwagen zum Einsatz. Als Trägermaterial wird hier kein Holz verwendet. Auch die beschichtete Sperrholzplatte sucht man hier vergebens. Demnach bestehen die Streben, die zur Stabilisierung dienen aus stabilem, wie leichtem PU-Material. Oftmals kommt außerdem zur Isolation dann noch geschlossen-poriger XPS-Schaum zum Einsatz. Dieser nimmt keine Feuchtigkeit auf. Nach außen hin wird das Ganze dann mit einer 1,5 Millimeter dicken Glasfaserkunststoffplatte versehen.

In fünf Schritten den Unterbodenschutz des Wohnwagens Instandhalten

Schritt 1: Den Unterboden richtig reinigen

Bevor es die ersten Schutzmaßnahmen in Angriff zu nehmen gilt, sollte der Unterboden mit Hilfe eines Hochdruckreinigers gründlich von Verschmutzungen befreit werden. Anschließend muss der Wohnwagen mindestens volle 24 Stunden richtig durchtrocknen.

Wer sofort seinen Unterbodenschutz aufträgt, arbeitet in diesem Fall eher kontraproduktiv. So würde es in diesem Fall dazu führen, dass die Feuchtigkeit eingeschlossen wird und dies wiederum fördert eher die Korrosion, anstatt vor dieser zu schützen.

Schritt 2: Dem Rost den Kampf ansagen

Rost ist und bleibt der größte Gegner der Metallstreben des Caravans. Besonders gefährdet sind hier zum einen die Bereiche hinter den Radkästen, sowie die Ansatzpunkte an denen der Wagenheber angesetzt wird. Betroffene Rostflecken können in diesem Fall mit einer Scheibendraht- oder eine Handdrahtbürste entfernt werden, so dass letztendlich lediglich flächige Ausrostungen übrig bleiben.

Auf die angegriffenen Stellen sollte anschließend Rostumwandler zum Einsatz kommen, denn dieses Mittel verhindert einen weiteren Oxidationsprozess. So wird das darunterliegende Metall zwar nicht wieder hergestellt, aber die poröse Struktur geht jetzt verloren, die die Feuchtigkeit festhält.

Schritt 3: Unterbodenschutz auftragen

Der nächste Schritt ist dann das Auftragen des Unterbodenschutzes. Die hier eigengesetzten Mittel gibt es im Handel sowohl zum Sprühen, als auch zum Aufstreichen. In den meisten Werkstätten kommt jetzt die sogenannte Druckbecherpistole zum Einsatz, so dass der Unterbodenschutz aufgesprüht wird. So basieren diese Mittel auf Teer, PVC oder Bitumen.

Einige dieser Präparate besitzen als Grundsubstanz auch Harz oder Wachs. Trocknen diese Unterbodenschutzmittel aus, sehen sie meist aus wie schwarzer, klebriger Lack. So gilt es alle exponierten Stellen damit einzusprühen. Außerdem sollte man die Übergänge vom Unterboden zum Wohnwagen nicht vergessen, auch wenn diese noch völlig intakt aussieht.

Ein zusätzlicher Schutz kann an diesen Stellen niemals schaden, denn gerade die Fugen sollten stets dicht sein, so dass keine Feuchtigkeit in den Aufbau dringen kann. Setzt sich außerdem in einer unversiegelten Fuge Nässe fest, fördert dies die Rostbildung.

Schritt 4: Hohlräume versiegeln

Auch Hohlräume gilt es zu versiegeln, denn hierbei handelt es sich ebenfalls um Unterbodenschutz. So sind am Wohnwagen nicht nur die Türrahmen hohl, sondern ebenso die Querstreben und teilweise die Fahrgestellträger. Spritz-, wie Kondenswasser Haben über Löcher dann leichtes Spiel ins Metallholminnere zu gelangen. Dies wiederum führt dazu, dass sich Rost an nicht sichtbaren Stellen bildet. Wenn der Wohnwagenbesitzer dies bemerkt, ist meist schon ein allzu großer Schaden entstanden.

In der Regel lassen sich hier die Mittel am besten mit einer Sonde aufbringen. Die hier verwendeten Mittel bestehen meist aus Fetten oder Wachs. Diese bleiben im getrockneten Zustand elastisch. Der schützende Film, der sich anschließend bildet, führt dazu, dass die Feuchtigkeit verdrängt wird, so dass es zu keinem Kontakt zwischen Wasser und Metall kommen kann.

Schritt 5: Je nach Bodenplatte kommt eine andere Versiegelung zum Einsatz

Es gilt bei den Unterbodenplatten stets darauf zu achten, welche Variante hier verbaut wurde. Für Bodenplatten aus Holz gibt es andere Versiegelungen, als für Unterböden aus GfK.

Fazit: Unterbodenschutz für Wohnwagen ist wichtig, denn eindringende Feuchtigkeit kann ansonsten großen Schaden an diesem anrichten. Bei der Pflege der Bodenplatte gilt es aber darauf zu achten, aus welchem Material diese besteht. So benötigen Unterböden aus Holz weitaus mehr Pflege, als Unterböden GfK oder gar Aluminium. Letzteres ist aber ohnehin eher selten zu finden. Mit dem richtigen Schutz bzw. der passenden Versiegelung können Caravan-Besitzer sich stets über ein langlebiges Gefährt freuen, was noch viele Jahre für tolle Ausflüge zur Verfügung stehen wird.

Unterbodenschutz für den Wohnwagen
5 (100%) 6 vote[s]

Über Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.