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Autobatterie leer – So gelingt der Start des Auto

Nicht der Motor ist das Herz eines Fahrzeugs, sondern die Batterie. Ist die Autobatterie leer, läuft gar nichts mehr. Da kann der Motor noch so leistungsstark sein. Sie versorgt ein Fahrzeug mit dem nötigen Strom: Anlasser aktivieren, Motor starten, Lichtmaschine usw. Eine neue Autobatterie verrichtet ihre Arbeit ohne Probleme, doch kommt sie in die Jahre, kann sie auch mal den Dienst versagen. Wer dann weiß, was er zu tun hat, kann sich glücklich schätzen.

Normalerweise hält so eine Batterie bis zu fünf Jahren. Wer jedoch eine vollständige Entleerung riskiert, ist selber schuld, wenn sein Fahrzeug den Dienst versagt. Eine Autobatterie will gut behandelt werden, dann verrichtet sie auch klaglos ihre Aufgaben. Es gibt einige hilfreiche Kniffe, die die Lebensdauer um einiges verlängern. Welche das sind, verrät der nachfolgende Ratgeber.

Übrigens: Der Klassiker unter den Schuldigen für die leere Autobatterie vergangener Zeiten war das eingeschaltete Licht. Die Autohersteller wirkten hier entgegen und bauten ein Signal ein, welches ertönt, wenn bei ausgeschaltetem Motor die Beleuchtung noch immer eingeschaltet ist. Doch einige alte Fahrzeuge sind mit dieser hilfreichen Technik noch nicht ausgestattet.

Video: Starthilfe geben

Mehrere Ursachen – die gleiche logische Folge

Springt das Fahrzeug nicht mehr an, kann es mehrere Ursachen geben:

  • Sie haben vergessen, ein stromverbrauchendes Gerät auszuschalten.
  • Die Batteriekapazität ist aufgrund des Alters gesunken und kann die aufgeladene Energie nicht mehr in ausreichendem Umfang speichern und abgeben.
  • Auch korrodierte Batteriepole sorgen für eine unzureichende Aufladung.
  • Ebenso kann eine beschädigte Lichtmaschine, ein Regler oder die entsprechende Verbindung zur Batterie beschädigt sein. Die Batterie selbst kann dann nicht ausreichend aufgeladen werden und demzufolge auch keine Energie weitergeben.

Einfache Hinweise helfen dabei, die „Batteriegesundheit“ zu erhalten. Alle AutofahrerInnen tun gut daran, sich ein wenig mit einfacher Fahrzeugtechnik zu beschäftigen. Wer dafür offen ist, wird kein Buch mit sieben Siegeln vorfinden, sondern vielmehr staunen, wie reibungslos alle „Rädchen“ ineinandergreifen.

Die richtige Lage gibt den Ausschlag

Die Autobatterie mag keine Schräglage. Das Problem ergibt sich jedoch erst bei längeren Standzeiten in schräger Position. Die Flüssigkeiten sammeln sich einseitig im Behälter und verursachen schlimmstenfalls eine Verstopfung der Anschlüsse. Die Folge: Die Batterie entleert sich schneller. Besser ist also das Abstellen in waagrechter Position.

Problem Kurzstrecke

Kurzstrecken sind ebenfalls ein Batteriefeind. Sie hat hier nicht die Möglichkeit, im Verlauf einer längeren Fahrt wieder aufzuladen, wie es normalerweise der Fall ist. Kurzstrecken sollten Sie daher besser per pedes oder mit dem Rad zurücklegen. Das schont die Batterie und nützt Ihrer Gesundheit.

Regelmäßige Wartung

Schon das Starten eines Fahrzeugs verbraucht Strom, der von der Autobatterie geliefert wird. Kommen weitere Geräte und Anlagen hinzu – z. B. Musikanlage, Klimaanlage, Lüftung u. v. m. – steigt der Energieverbrauch. Die Autobatterie verbraucht sich und ist irgendwann nicht mehr in der Lage, das Fahrzeug ausreichend mit Strom zu versorgen.

Schon bei ersten Anzeichen sollten Sie daher an einen Batterietausch denken. Etwa, wenn das Auto mit Verzögerung startet. Den Austausch kann eine Autowerkstatt vornehmen, aber ebenso selbst erledigt werden (sofern man sich ein wenig auskennt). Passende Batterien gibt es im Internet für jede Automarke.

Auf Kompatibilität sollten Sie bei der Bestellung in jedem Fall achten. In der Regel sind es jedoch sogenannte Universalbatterien, wie sie für fast jeden Fahrzeugtyp verwendet werden können. Die vorherige Überprüfung kann jedoch viel Ärger verhindern.

Was man wissen sollte: Die Autobatterie hilft, ein Fahrzeug zu starten. Während der Fahrt lädt sie sich stets auf. So erhält sie ihre Energie. Eine notgestartete Batterie sollte jedoch bei der ersten Fahrt von stromfressenden Geräten verschont bleiben. Daher möglichst wenige einschalten.

Die richtige Pflege

Auch eine Autobatterie will gepflegt werden. Dazu werden die sogenannten Polkappen regelmäßig eingefettet. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Lappen, mit dem das Fett aufgetragen wird, keine elektrische Ladung austeilt, weil dies der Batterie schaden kann. Normalerweise sollte eine Batterie dicht sein – auslaufende Flüssigkeiten sind ein Zeichen für Undichtigkeiten. Tragen Sie daher zu Ihrem eigenen Schutz Handschuhe, damit Sie nicht Verätzungen davontragen.

Autobatterie leer – was tun?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren: Die Batterie ist leer und das Auto fährt nicht. Auch hierzu gibt es eine Lösung, Verzweiflung ist also fehl am Platz. Hierzu benötigen Sie ein Starthilfekabel (auch Überbrückungskabel genannt) sowie ein zweites Fahrzeug, das den nötigen „Saft“ über das Kabel liefert. Dabei sollten Sie unbedingt die richtigen Anschlüsse sowie die Reihenfolge beachten, sonst kann es zu unvorhergesehenen und ungeplanten Reaktionen kommen.

So gelingt die Batterieaufladung:

(Fahrzeug A: gibt Starthilfe, Fahrzeug B: zu startende Fahrzeug)

  • stets mit den Pluspolen beginnen (beide Autos sind aus)
  • rotes Kabel an Pluspol A und Pluspol B anschließen (die Pole sind gekennzeichnet)
  • schwarzes Kabel an jeweils Minuspol A und B anschließen
  • Motor A starten
  • Startversuch Motor B (sooft wie nötig, bis es klappt)
  • danach zuerst das schwarze, dann das rote Kabel entfernen
  • Motor Fahrzeug B laufen lassen, damit die Batterie sich wieder aufladen

(am besten eine längere Strecke fahren und alle unnötigen Geräte ausgeschaltet lassen)

Wichtig: Die Reihenfolge ist unbedingt einzuhalten, weil es sonst zu teuren Schäden kommen kann. Die Starthilfe via Überbrückungskabel ist ganz einfach und äußerst effektiv; zudem kann jeder sie durchführen – Vorkenntnisse braucht es hierzu nicht. Jedoch sollte man die Lage der Batterie im Fahrzeug schon kennen. Mal ist sie im Kofferraum zu finden, mal unter der Sitzbank oder anderswo. Wer ein Fahrzeug benutzt, sollte sich ein wenig mit den Gegebenheiten vertraut machen.

Die häufigsten Entladungen geschehen im Winter, wenn man aufgrund der diffusen Lichtverhältnisse Plus und Minus schon mal verwechseln kann.

Experten warnen jedoch vor einem weiteren möglichen Fehler bei der Überbrückung: Die gleichzeitige Verbindung beider Klemmen mit den Polen einer Batterie. Hier ist Vorsicht geboten: Beim Lösen können sich Funken bilden, auch wenn zunächst alles harmlos scheint. In der leeren Batterie könnten sich jedoch sogenannte Knallgase gebildet haben, die durch den Funkenflug leicht explodieren. Die möglichen Folgen für Ihre Gesundheit können Sie sich leicht vorstellen: Nicht nur die Batterie ist dahin, die austretende Batteriesäure kann im schlimmsten Fall das Augenlicht teilweise oder ganz zerstören – unwiederbringlich. Von schmerzhaften Hautverätzungen mal abgesehen.

Autobatterie leer: Alternative Anschieben

Nicht immer ist das Starthilfekabel zur Hand, doch gibt es eine weitere Möglichkeit der Starthilfe: Das Anschieben. Dazu braucht es eine ordentliche Portion Körperkraft. Eine zweite Person, die das Fahrzeug anschiebt, ist also hilfreich. Günstig ist es, wenn das Fahrzeug an einem leichten Gefälle bergab steht, denn so erreicht es leichter die nötige Geschwindigkeit von mindestens 10 km/h für den Notstart.

So gelingt der Notstart nach dem Anschieben

  • Leerlauf einstellen und Handbremse lösen
  • Fahrzeug anschieben (nötige Geschwindigkeit 10 km/h, daher am besten Bergabgefälle)
  • Kupplung treten, zweiten Gang einlegen
  • Kupplung im zweiten Gang ganz langsam kommen lassen, bis Startgeräusche zu hören sind
  • bei Erfolg vorsichtig Gas geben und wie beim Start mit Überbrückungskabel Auto nicht ausschalten

Eine anschließende längere Fahrtstrecke hilft wie gehabt dabei, die Batterie wiederaufzuladen. Eine ältere Batterie sollte jedoch in der Werkstatt überprüft und ggf. ausgetauscht werden.

Lange Standzeiten: ein Feind der Autobatterie

So mancher benutzt sein Fahrzeug nur im Winter bzw. Sommer. Der Autobatterie gefällt das gar nicht. Sie entlädt sich von selbst. Doch, als wäre das nicht schon schlimm genug, kann die lange Standzeit auch der Batteriesubstanz schaden. Von Kapazitätseinbußen bis hin zum Totalausfall ist alles möglich. Das lässt sich ganz einfach verhindern, indem der Akku (aufladbare Batterie) einfach abklemmt oder ausbaut wird. Es gibt sogenannte Erhaltungsladegeräte, an die man ihn anschließen kann. Das schont Batterie, Nerven und Geldbeutel.

Zum guten Schluss

Wer alles beachtet, kann stets ein wissendes Lächeln zeigen, wenn’s trotzdem passiert: Autobatterie leer. Hilflos ist nun niemand mehr. Die Optionen sind nicht nur den Herren der Schöpfung vorbehalten, auch die weibliche Riege bekommt das hin.

Ach ja: Wer das Glück hat, bei leerer Autobatterie an einem steilen Gefälle zu stehen, braucht keinen Anschieber. Nach gelöster Handbremse und eingelegtem Leerlauf rollt der Wagen von ganz alleine. Einfach den Anweisungen folgen – in der Regel startet dann der Motor. Nun bleibt nur noch eines zu wünschen übrig: Gute Fahrt!

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