Zerhackertoilette – Funktion & Einbau

Wissenswertes rund um die Zerhackertoilette

Bei Campingtoiletten denken die meisten an die guten alten Plastikschüsseln mit einem Chemiecocktail im Inneren. Dies ist jedoch nur eine Möglichkeit um beim Campen auf Toilette zu gehen. Neben moderneren Vakuumtoiletten werden auch immer öfter Trenntoiletten oder auch Zerhackertoiletten eingesetzt.

Falls Sie gerne campen und auf Ihrer Suche nach weiteren Informationen zu Zerhackertoiletten zufällig auf diesen Artikel gestoßen sind, haben Sie genau ins Schwarze getroffen. Es ist empfehlenswert den Text bis zum Ende durchzulesen. Somit beantworten sich die meisten Ihrer Fragen nämlich ganz von selbst.

Warum die meisten keine Lust auf ein Wohnwagen-Abenteuer haben

Vor allem Frauen haben oftmals keine Lust auf einen Camping-Ausflug mit dem Wohnwagen, da das Badezimmer zu Hause nicht mit dem „Badezimmer“ in einem Wohnwagen verglichen werden kann. Im Laufe der Jahre hat sich jedoch einiges verändert im Camping-Geschäft und immer mehr Camping-Liebhaber investieren in luxuriöse Wohnmobile mit einem richtigen Badezimmer an Bord.

Die Zerhackertoilette steht der richtigen Toilette zu Hause nämlich in nichts nach und vermittelt bei der Benutzung das selbe Gefühl. Wenn man sich einige Wohnwagen von heute anschaut, machen diese auf jeden Fall Lust auf ein Abenteuer und auch die Frauenwelt lehnt nicht mit einem Augenrollen gleich ab. Die Investition in eine Zerhackertoilette hat also mehrere Vorteile.

Worum handelt es sich bei einer Zerhackertoilette überhaupt?

Ähnlich wie bei einem Küchenzerkleinerer, wird der Stuhl in einer Zerhackertoilette zerkleinert. Ebenso auch das Toilettenpapier und alles andere, was man in der Toilette hinterlässt. Die zerkleinerten Stoffe fließen anschließend in einen Tank. Um eine Zerhackertoilette zu betreiben wird Wasser benötigt.

Da die zerhackten Stoffe zu einem Brei werden, lassen sie sich sehr gut stauen und können somit besser entsorgt werden. Zusätzlich wird außer Wasser und dem Zerhacker keine Chemie angewandt, sodass diese Toilettenart fürs Camping besonders umweltschonend ist.

Die Funktionsweise der Zerhackertoilette ist recht simpel: Mittels eingebauter Klingen werden die Stoffe in kleine Stücke zerkleinert und landen mit Druck in dem Fäkalientank. Wenn dieser zum Beispiel 100 Liter umfasst, dann braucht man diesen sehr lange nicht zu leeren. Da alles zu einem Brei wird, spart man somit sehr viel Platz und muss sich nicht so oft um eine Entsorgung der Fäkalien kümmern, wie es bei anderen Toilettenarten der Fall sein kann. Zudem läuft der Zerkleinerungsapparat mit sehr wenig Strom und ist daher durchaus eine Überlegung wert.

Wieviel Wasser verbraucht eine Zerhackertoilette?

Der Wasserverbrauch bei einer Zerhackertoilette kann meist individuell eingestellt werden. So müssen Sie bei kleinen Geschäften nicht viel Wasser verbrauchen. Bei größeren Geschäften werden dann aber ca. 1,5 Liter Wasser verbraucht, was sich im Laufe des Tages doch schon bemerkbar macht. Daher ist eine Zerhackertoilette hauptsächlich für größere Wohnwagen geeignet. Somit hätten Sie genug Platz für den Fäkaltank aber vor allem auch für den Wassertank.

Den Wasserverbrauch kann man daher als relativ hoch einstufen, wenn man diesen mit dem Wasserverbrauch von Trenntoiletten oder Vakuumtoiletten vergleichen würde. Die Zerhackertoilette funktioniert jedoch nur mit relativ viel Wasser bei jedem Spülvorgang, da die Masse nur so sehr gut zerhackt werden kann und bestmöglich in den Fäkalientank gespült wird. Es gibt für dieses Problem jedoch eine sehr gute Lösung. Sie könnten Ihr Wohnmobil zum Beispiel umbauen und auf dem Dach eine Art Regenrinne anbringen. Somit könnten Sie das Regenwasser nutzen und bräuchten nicht in Wasser zu investieren.

Chemiekalien und die Zerhackertoilette

Das Gute an Zerhackertoiletten ist nicht unbedingt der hohe Wasserbedarf bei jedem Spülvorgang, sondern die umweltfreundliche Arbeitsweise. Genauso wie bei einer Toilette mit Vakuum, werden auch bei der Zerhackertoilette die Stoffe in einen großen Fäkalientank abgeleitet. Falls Sie kein größeres Wohnmobil besitzen, jedoch trotzdem über den Einbau einer Zerhackertoilette nachdenken, brauchen Sie den Tank nicht direkt unter die Toilette einzubauen.

Dieser kann sich auch daneben befinden und eine gute Pumpe erledigt den Rest. Somit haben Sie nicht nur den Vorteil, dass Sie selbst bestimmen können wo der Fäkaltank hin soll: Der Geruch kann somit an einen anderen Ort „transferiert“ werden und die Toilettennutzung gestaltet sich umso bequemer. Da alles durch den Zerhacker läuft, brauchen Sie auch für die Zersetzung des Stuhls keine Chemie anzuwenden. Alles läuft sozusagen natürlich ab und kann mit dem Bio-Siegel abgestempelt werden.

Welche positiven und negativen Eigenschaften hat eine Zerhackertoilette eigentlich?

Die positiven Eigenschaften einer Zerhackertoilette

Einer der größten Vorteile ist selbstverständlich, dass es sich bei einem Stuhlgang genauso anfühlt, als wäre man zu Hause auf einer „richtigen“ Toilette. Zusätzlich läuft eine Zerhackertoilette ganz ohne chemische Zusätze und ist daher besonders umweltfreundlich. Die Entleerung des Tanks gestaltet sich als recht unproblematisch, da die flüssige Masse dank des Zerkleinerers wesentlich transportabler ist. Ein weiterer großer Vorteil (im wahrsten Sinne des Wortes) ist der große Tank. Sie können sich einen gewaltigen 100 Liter oder 200 Liter Tank einbauen lassen und müssen die Fäkalien daher wesentlich seltener entsorgen.

Die negativen Eigenschaften einer Zerhackertoilette

Leider müssen Sie bei jedem Spülgang nahezu 2 Liter Wasser verschwenden, sodass sich der Wasserbedarf als recht hoch erweist. Hier ist Ihre Kreativität gefragt, denn Sie könnten Ihren Tank sogar während der Fahrt mit Regenwasser vollaufen lassen. Hierfür müssten Sie auf dem Dach oder an den Seiten Ihres Wohnmobils Auffangbehälter anbringen oder sich eine andere Methode ausdenken. Zudem müssen Sie aufpassen, dass es nachher keinen Ärger mit dem Tüv gibt.

Wenn alle im Wohnwagen seelenruhig schlafen und jemand z. B. Nachts die Toilettenspülung einer Zerhackertoilette betätigt, kann dies als störend empfunden werden. Der Zerhacker ist schließlich mechanisch und verursacht daher ein für einige Menschen recht unangenehmes Geräusch. Zudem hört man auch den Druck der Pumpe, ähnlich wie im Flugzeug. Der Zerhacker ist aus schwerem Stahl und eine Zerhackertoilette bringt daher etwas Gewicht mit sich. Der Einbau gestaltet sich daher als nicht sehr einfach. Das Gewicht einer durchschnittlich großen Zerhackertoilette beträgt ca. 25Kg.

Ein weiterer Nachteil ist der große Fäkalientank. Dieser geht nicht nur ins Geld, sondern muss auch Platz im Wohnwagen finden. Zerhackertoiletten sind daher für größere- und eher weniger für kleinere Wohnmobile geeignet. Selbstverständlich gibt es auch für kleinere Wagen eine Lösung, wie man dennoch eine Zerhackertoilette einbauen könnte. Dies ist jedoch meist mit größeren Kosten verbunden, denn die Spezialanfertigung eines beispielsweise flachen Tanks ist nicht günstig. Diesen könnte man zum Beispiel irgendwo am hinteren Ende befestigen, eventuell sogar von außen.

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