Trinkgeld in Ägypten: 7 Tipps für Touristen

Das Geben von Trinkgeld ist in vielen Ländern ein wichtiger Bestandteil der Kultur, und Ägypten ist da keine Ausnahme. Obwohl es auf den ersten Blick verwirrend erscheinen mag, ist das Verstehen der Trinkgeld-Praxis in Ägypten entscheidend, um die hiesige Kultur und die Menschen besser kennenzulernen. In diesem Blogpost erfährst du alles, was du über Trinkgeld in Ägypten wissen musst: von kulturellen Unterschieden bis hin zur angemessenen Höhe des Trinkgelds in verschiedenen Situationen.

Zahlreiche Menschen in Ägypten leben am Existenzminimum. Dennoch glauben viele Touristen immer noch, dass die Ägypter, die in der Tourismusbranche tätig sind, zu den besser Verdienenden, in diesem Land, gehören. Dem ist allerdings gar nicht so, denn gerade in den Tourismus-Hochburgen wie Hurghada verdienen die Ägypter meist noch nicht mal genug, um ihre Familien ausreichend zu versorgen. In den letzten Jahren hat der Tourismus in Ägypten zwar stark zugenommen, dennoch leben hier immer noch zahlreiche Menschen in bitterer Armut. Aus diesem Grund, freut sich jeder Ägypter stets über ein kleines Trinkgeld, welches in diesem Land, als „Bakschisch“ bezeichnet wird.

Deutsche sind in diesem Land stets gerne gesehen, denn in Ägypten gelten deutsche Touristen als gebildet und reich. Dies ist kaum verwunderlich, denn in diesem Land leben 25% der Menschen von einem monatlichen Einkommen, welches weniger als 30 Euro beträgt.

Wann ist es in Ägypten angebracht ein Trinkgeld zu geben?

Ein „Bakschisch“, Trinkgeld, ist in diesem Land bei fast jeder Dienstleistung angebracht. Sowohl der nette Taxifahrer, als auch der Kellner, der Poolboy, die Reinigungskraft oder das Zimmermädchen freuen sich über das zusätzliche Geld. Auch bei einem Restaurantbesuch zahlt man zwischen zehn und 20 Prozent Trinkgeld der Rechnungssumme. Bei Dienstleistungen, die kostenlos sind, wird hingegen ein Trinkgeld von einem ägyptischen Pfund empfohlen.

Für die Leistungen im Hotel, wie die Säuberung des Zimmers, ist es ratsam ein Trinkgeld zwischen drei und fünf ägyptischen Pfund zu geben, ja nach Kategorie des Hotels. Wird das Gepäck von einem Kofferträger von A nach B getragen, kann dieses ebenfalls ruhig honoriert werden. Hier ist ein ägyptischer Pfund pro Koffer gerne gesehen. Durchaus wird sich das kleine Trinkgeld anschließend positiv auf die kommenden Urlaubstage auswirken, denn die Mitarbeiter werden sich jetzt noch mehr Mühe geben, ihren Gästen den Aufenthalt zu versüßen.

Trinkgeld wird nicht nur in den Hotels gegeben

Das sogenannte „Bakschisch“ wird in Ägypten aber nicht nur den Mitarbeitern eines Hotels gegeben. Es ist ebenso in Restaurants, Cafés sowie für die Reiseleitung, den Taxifahrern, Friseurbesuchen, hilfreichen Ausflugsgebern und anderen Dienstleistungen gerne gesehen und somit zu entrichten. Ein Trinkgeld zu geben, ist zwar auch in Ägypten nicht verpflichtend, dennoch freuen sich die Menschen hier stets über das Zubrot. Aus diesem Grund, gilt es bei einem Ägyptenurlaub stets das Trinkgeld mit einzuplanen.

Wer es sich in öffentlichen Restaurants sowie Bars gut gehen lässt, sollte ein Trinkgeld von 20% der Rechnungssumme geben. Manchmal finden sich an den Ein-, wie Ausgängen auch kleine Körbe. Diese dienen ebenfalls zum Einsammeln des Trinkgeldes.

Trinkgeld ist in Ägypten überall gerne gesehen

Im Grunde, spielt es keine Rolle, welche Dienstleistung man in Ägypten gerade als Tourist in Anspruch nimmt – Trinkgeld wird hier überall gerne genommen. Wie viel man für seine Zufriedenheit am Ende tatsächlich als Trinkgeld überreicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Jeder Cent ist hier gerne gesehen, denn Ägypten ist ein eher armes Land. Jeder Euro Trinkgeld macht das Leben eines Ägypters ein wenig einfacher. Zudem profitiert man ebenso von diesem kleinen Zubrot, denn auf diese Weise wird der Ägyptenurlaub noch ein wenig angenehmer gestaltet.

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Carsten Sommerfeld

Erste Erfahrungen in Sachen Camping sammelte ich als Kind in den 1970er Jahren mit meinen Eltern an der Ostsee, in der damaligen Tschechoslowakei und am Balaton in Ungarn. Zunächst waren… More »

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