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Sackmarkise für Wohnwagen und Wohnmobil Kaufratgeber

Lohnt sich der Kauf einer Sackmarkise? Markisen gehören zu dem beliebtesten Zubehör der Campingausrüstung, denn sie schützen vor zu viel Sonne und vor leichten Regenschauern. Unter der Markise lässt sich daher wunderbar entspannen. Dieser Ratgeber möchte darüber informieren, worauf es bei den Vordächern ankommt.

Es tummeln sich mit Fiamma, Dometic, Wigo, Frankana und Thule lediglich fünf nennenswerte Anbieter auf dem Markt, jedoch bieten diese zahlreiche Modelle an. Diese gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Montagemöglichkeiten. Für jedes Reisemobil und jeden Wohnwagen lässt sich die passende Markise finden.

Im Wesentlichen unterscheidet man nach der Bauform Kassetten- und Sackmarkisen. Letztere haben keine Kurbelmechanik, sind im Vergleich zu den Kassettenmarkisen leicht und werden in die Kederleiste eingezogen. Doch die Kederleiste besitzt nicht jedes Reisemobil.

Sollte an dem Reisemobil eine Kederleiste für die Sackmarkise vorhanden sein, so ist aufgrund der Höhe das Einziehen dieser recht schwierig. Davon abgesehen muss das Transportetui, in dem Spannarme, Markisentuch und Stützen untergebracht werden, im Wohnwagen transportiert werden. Eine Sackmarkise eignet sich daher eher für einen Wohn- respektive Kastenwagen.

Die Befestigung einer Sackmarkise am Wohnwagen ist recht einfach. Das leere Markisenetui wird in die Kederleiste eingezogen, ordentlich fixiert und schließlich mit dem Sonnensegel gefüllt. Dieses Etui bleibt auch während der Fahrt am Wohnwagen. Ist man am Campingplatz angekommen, so öffnet man die Tasche und rollt die Stoffbahn von Hand ab. Durch die Stützen und Spannarme wird die Spannung am Tuch erzeugt.

Nun das seitlich an der Wand hängende Futteral mag nicht jeder an seinem Wohnwagen sehen, jedoch objektiv gesehen ist gegen den Einsatz einer manuellen Markise nichts auszusetzen. Allerdings sollte das Transportfutteral in einer erreichbaren Höhe am Wohnwagen befestigt sein. Vor allem bei Fahrzeugen mit Doppelböden ist die Aufbautür so hoch platziert, dass sich die befestigte Markise entsprechend in einer unerreichbaren Höhe befindet. In solch einem Fall wäre eine Sackmarkise nicht zu empfehlen.

Diese Art des Aufbaus ist zwar wenig komfortabel, doch dafür kann man die Sackmarkisen bereits unter 300 Euro bekommen.

Weitere Ausbaumöglichkeiten mit einer Sackmarkise

Wenn man sich etwas mit dem Zubehör der Markisen beschäftigt, findet man die interessante Möglichkeit des Ausbaus der Markise zum leichten Markisenzelt. Hierfür bedarf es einer Verbindung zwischen zwei Seitenteilen und eines Fronttuchs mit dem Stoffdach durch die Alu- und Keder-Schienen. Dadurch verschafft man sich einen Zusatzraum vor allem für kühlere Abende, die durch den Aufbau nun gemütlich vor dem Wohnwagen verbracht werden können.

Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass solch ein Vorbau echte Vorzeltqualitäten nicht ersetzen kann, denn in Sachen Robustheit kann ein Markisenzelt mit einem Vorzelt nicht mithalten.

Man kann nur das zu der Sackmarkise gehörende Markisenzelt verwenden, daher sollte man direkt die passenden Zellwände unter die Lupe nehmen. DWT als traditionsreicher Zelthersteller kann hier auf ein üppiges Know-how in Fragen Stoffbehausung zurückgreifen. Man sollte nicht nur auf kurze Aufbauzeiten der textilen Wände achten, sondern auch auf gute Belüftung. Ansonsten wird es recht schnell stickig in dem optionalen Stoffzelt.

Stoff – atmungsaktiv und wasserdicht

Wer sich für solch eine Behausung entscheidet, sollte auf atmungsaktive Stoffe setzen, denn diese fördern das Raumklima. Jedoch bestehen beinahe alle Markisendächer aus einem hermetisch dichten PVC-Gewebe. Das liegt einfach daran, dass man bei der Entwicklung der Markise eine wasserdichte Bedachung im Auge hatte.

Es macht Sinn, wenn man bei den Zellwänden auf Textilbespannung aus luftdurchlässigem Acryl-Gewebe setzt. Sie stellen trotz allem ein robustes Material dar, welches man von der Terrassenmarkisen kennt. Eine Kombination mit luftdurchlässigen Wänden soll ein besseres Zeltklima herstellen.

Das Fiamma Modell Zip stellt eine interessante Sonderrolle dar, was die Transformation vom Sonnenschutz zum Vorzelt angeht. Es verfügt über Reißverschlusshälften an den Tuchseiten, wodurch die Seitenwände sich flink befestigen lassen. Damit diese Reißverschlusshälften das Aufrollen nicht behindern, ist das Stoffdach zum Wohnwagen hin konisch zugeschnitten. Dadurch rollt man die Zipperhälften wendelförmig auf.

Alternativen und Schutz vor Windangriffen

Eine Alternative zu der kurbellosen Markise bietet das Modell von Fiamma F 35 pro, die in einer Aluminium-Kassette verstaut ist. Hierbei handelt es sich um eine schicke Kombination aus geringem Gewicht eines kurbellosen Sonnenschutzes und eines Verstaukonzeptes der Kassettenmarkise.

Unabhängig davon, für welche Bauform man sich bei den Markisen entschieden hat, müssen alle Markisen gegen Windangriffe ordentlich gesichert werden.

Herrscht ruhiges Wetter, so reichen hierfür je zwei an den Stützfüßen eingeschlagene Erdnägel. Sollte die Markise unbeaufsichtigt bleiben oder steht schlechtes Wetter an, so müssen spezielle Sturmbänder oder Abspannsets verwendet werden. Dadurch sichert man das Stoffdach vor dem Anheben durch Windböen ab.

Auch bei Regen ist Vorsicht geboten. Indem man zusätzlich Streben an der Unterseite des Stoffdaches einhängt, reduziert dies gewichtige Wasseransammlung in der Dachmitte. Darüber hinaus kann man die Höhe der Markisenstütze reduzieren, sodass das Wasser seitlich von dem geneigten Tuchdach ablaufen kann.

Die Montage einer Markise

Fahrzeughersteller legen bereits bei der Wandfertigung des Wohnwagens die Position eines Sonnendachs fest, und zwar durch eingelegte Verstärkungen. Sollte das nicht der Fall sein oder handelt es sich bei Ihnen um ein älteres Fahrzeug, so muss die Wand komplett und passend durchbohrt werden.

Das ist jedoch eine Arbeit für einen Fachmann, denn neben der sicheren und korrekten Befestigung muss auch eine penibel genaue Abdichtung der Bohrlöcher gewährleistet sein. Denn sollte dies nicht geschehen, so kann Feuchtigkeit eindringen und den Werterhalt des Wohnwagens elementar schädigen. Daher sollte man hier einem versierten Profi vertrauen.

Vorschläge zur Pflege der Markisen

  • Vor dem Einrollen sollten alle Ästchen und Blätter von dem Tuch entfernt werden, denn sonst könnten sie Löcher oder Verfärbungen verursachen.
  • Zum Saisonende sollte man die PVC-Tücher wie auch alle Aufbewahrungstaschen oder -kassetten mit Seifenlauge reinigen, sodass diese vom Blütenstaub und Schmutz befreit werden.
  • Die beweglichen Teile sollten hin und wieder unter sparsamen Einsatz mit Silikonöl eingerieben werden.
  • Wenn sich das Tuch ungleichmäßig dehnt, so lässt sich die Kassette nicht mehr sauber schließen. Hier sollte man auf jeden Fall einen Fachhändler aufsuchen, sodass dieser die Markise justieren kann.

Fazit

Die Sackmarkise stellt eine günstige Variante dar, um ein Sonnendach vor dem Wohnwagen zu installieren. Doch bevor man sich für diese entscheidet, sollte man seinen eigenen Wohnwagen genau kennen und sich eventuell von einem Fachhändler beraten lassen.

Vorab sollte man sich auch entscheiden, ob man so ein Markisenzelt haben möchte und entsprechendes Zubehör passend zu der jeweiligen Markise mit auf die Einkaufsliste setzen. Darüber hinaus sollte man natürlich auch die entsprechenden Befestigungspunkte des Wohnwagens für die Markisen kennen. Um auf Nummer sicher zu gehen, lässt man dies von einem Fachmann erledigen.

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Über Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.