Tunesien: Tipps fürs Camping mit dem Wohnmobil

Traumhafte Strände, jahrtausendealte Kulturdenkmäler und die Weiten der Sahara machten Tunesien einst zu einem beliebten Urlaubsland. Nach der Revolution von 2011, die als „Arabischer Frühling“ in die Geschichte einging, kam der Tourismus fast komplett zum Erliegen. Seit einigen Jahren nimmt dieser, für das nordafrikanische Land so wichtige Einkommenszweig wieder Fahrt auf. Neben Pauschalreisenden entdecken auch Individualtouristen das Land neu für sich – zum Beispiel bei Rundreisen mit dem Wohnmobil.

Tunesien mit dem Wohnmobil erkunden

Campingfreunden eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten für Wohnmobilreisen durch Tunesien. Wer einen eigenen Camper besitzt, kann von Italien übersetzen und Tunesien auf eigene Faust bereisen. Alternativ gibt es vor Ort Verleihfirmen, die entsprechende Fahrzeuge vermieten. Der Vorteil: man spart sich die lange Anreise mit dem Wohnmobil und reist stattdessen entspannt mit dem Flugzeug an.

Diese Variante hat außerdem den Charme, dass man die Rundtour durch Tunesien mit einem Badeurlaub am Mittelmeer verbinden kann. Darüber hinaus gibt es spezielle Anbieter für geführte Gruppen-Wohnmobiltouren durch Tunesien. Dabei reisen die Teilnehmer zwar ebenfalls mit dem eigenen Wohnmobil an, können sich jedoch bei der Routenplanung und der Buchung der Stellplätze auf das Know-how einer erfahrenen Reiseleitung verlassen.

Campingplätze in Tunesien

Tunesien ist kein klassisches Campingland. Entsprechend überschaubar ist die Anzahl der Campingplätze. In der Nähe der touristischen Zentren gibt es jedoch einige Campingplätze. Diese sind im Hinblick auf Ausstattung und Komfort nicht mit den Campingplätzen in Deutschland oder Europa vergleichbar. Man sollte sich darauf einstellen, dass warme Duschen und Strom nicht überall, beziehungsweise nicht rund um die Uhr verfügbar sind.

Welche Regionen man besser meidet

Wohnmobilreisende sollten das Grenzgebiet zu Algerien meiden, da diese Region eine militärische Sperrzone ist. Gleiches gilt für das Grenzgebiet zu Libyen. Diese Region gilt außerdem als unsicher, da man dort Gefahr läuft, Waffenschmugglern oder radikalen Gruppierungen zu begegnen. Reisende mit Ziel Tunesien sollten sich vorab auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes informieren. Dort findet man aktuelle Reisewarnungen, wichtige Hinweise und Adressen.

Anreise mit dem Wohnmobil nach Tunesien

Wer aus Deutschland mit dem eigenen Wohnmobil Urlaub in Tunesien machen möchte, wählt in der Regel die italienische Hafenstadt Genua für die Fährpassage aus. Etwas länger ist man bis Civitavecchia unterwegs. Allerdings sind von dort aus die Fährpreise günstiger.

Welche Papiere für eine Wohnmobilreise nach Tunesien erforderlich sind

Für einen Urlaubsaufenthalt bis zu drei Monaten ist kein Visum erforderlich. Anders als bei Pauschalurlaubern, die mit dem Flugzeug anreisen, benötigen Camper einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Bei der Einreise erhält man eine sogenannte „Carte de visiteur non-résident“. Dieses Dokument sollte man gut aufbewahren, da man es bei der Ausreise wieder vorlegen muss.

Das Wohnmobil erhält bei der Einreise nach Tunesien eine Betriebserlaubnis für drei Monate. Der tunesische Zoll trägt es bei der Einreise in den Reisepass ein und löscht es bei der Ausreise wieder.

Ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend vorgeschrieben, gilt aber als empfehlenswert. Da nicht alle Fahrzeugversicherer eine grüne Versicherungskarte für Tunesien ausstellen, sollte man bei der Einreise an der Zollabfertigung für rund 45 Euro eine Versicherungspolice kaufen.

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