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TV Empfang im Wohnwagen und Wohnmobil

Jeder Wohnwagenbesitzer möchte mal den Sommer an der Südspitze Italiens oder in Frankreich verbringen. Andere wiederum stellen den Caravan irgendwo an der normannischen Küste oder in den Wäldern der Karpaten ab.

Doch für alle gilt eines: Egal wo man ist, man möchte während der abenteuerlichen Erkundung des Urlaubsortes und dessen Leute auf das beliebte Surfen im World Wide Web, seine Lieblingsserien und -filme oder die Nachrichten des Heimatlandes nicht verzichten. Muss ja auch inzwischen keiner, denn die technischen Möglichkeiten für TV Empfang im Wohnwagen sind vielfältig.

Um die bekannten deutschen Sender, wie ZDF, RTL oder ProSieben, überall und problemlos empfangen zu können, scheint trotz des 21. Jahrhunderts immer noch ein kühner Traum vieler Camper zu sein. Es bleiben dennoch einige Lücken, wie auch bei einer Kombination aus Satelliten-TV und einem terrestrischen Fernsehen. Mit DVB-T hat man das Problem, dass außerhalb des deutschsprachigen Raums die landestypischen Programme des Urlaubsortes angezeigt werden. Wer auf Satellitenempfang setzt, wird feststellen, dass dieser in einigen Situationen limitiert ist.

Es scheint so, dass sich diese Lücken nie völlig schließen werden, jedoch finden Smart-TV und internetfähige Fernseher einen möglichen Weg dahin.

Sollte man auf eine Empfangsquelle setzen?

Wer sich bereits mit Campingfernsehern auseinandergesetzt hat, weiß, dass diese mit Receivern für Satellitenfernsehen DVB-S und für terrestrisches Fernsehen DVB-T ausgestattet sind.

Ist man innerhalb der deutschen Grenzen unterwegs, kommt DVB-T vor allem dann ins Spiel, wenn die Sat-Antenne aufgrund des Stellplatzes einen zu schlechten Empfang hat. Steht man an einem baumreichen Platz, so werden die Funkwellen von terrestrischen Fernsehen von Bäumen weniger gestört.

Benötigte Utensilien für einen TV-Empfang

Für jeden Auslandsreisenden ist ein guter und zuverlässiger Satellitenempfänger wichtig, wenn man unterwegs hin und wieder den einen oder anderen Film oder Nachrichten schauen möchte.

Damals beobachtete man viele Wohnwagenbesitzer, wie sie angestrengt mit einer manuellen Satellitenantenne hin und her fuchtelten. Inzwischen jedoch haben sich die Anlagen auf den Dächern sowohl im Aussehen wie auch dem Funktionsumfang stark verändert. Die händische Ausrichtung war früher aufgrund der analogen Signale recht unkompliziert, weil das Programm bereits auf dem Bildschirm undeutlich gezeigt worden ist, noch bevor die korrekte Position der Antenne erreicht war.

In unserer heutigen Zeit, der digitalen Satellitenfernsehzeit muss das entsprechende Signal mit ganzer Stärke ankommen, damit die Bilddaten vom Receiver berechnet werden können. Das manuelle Ausrichten gelingt heute nur noch mithilfe eines Sat-Finders, daher werden nur noch selten manuelle Antennen verkauft.

Häufiger werden eher automatische Systeme angeboten, die teils ihre präzise Position zum Satelliten durch das GPS-Signal bestimmen können. Komplettsysteme sorgen sogar dafür, dass die Antenne sich beinahe synchron zum Programmwechsel auf dem Fernsehen neu ausrichtet.

Solche automatischen Sat-Anlagen gehen nicht gerade zimperlich mit dem Geldbeutel um, jedoch sind sie sehr komfortabel.

Vorteil von Satelliten-Empfang

Die Reichweite ist die entscheidende Stärke vom Satellitenfernsehen. Nur wenige Reisemobile werden vermutlich innerhalb des deutschen Landes die Empfangsgrenzen einer Parabolantenne mit 85 cm Durchmesser verlassen. Dabei muss man beachten, dass die Reichweitendiagramme keine zuverlässige Aussage darüber treffen, ob auch tatsächlich alle wichtigen Sender definitiv empfangen werden. Vor allem die Randzonen der Empfangsgebiete sind diejenigen, an denen so einige Programme wegfallen. Dies hängt davon ab, dass Hotbird und Astra die Sender mit unterschiedlichen Signalstärken ausstrahlen.

Das digitale Satellitenfernsehen hat sich mittlerweile zum Standard DVB-S2 entwickelt, sodass über diesen eine größere Datenmenge gesendet werden kann. Dieses schlägt sich jedoch in der Bildqualität statt Sendevielfalt nieder. Davon abgesehen wird die Sendevielfalt bei Satellitenübertragung eher unüberschaubar. Darüber hinaus sind neben den altbekannten öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern auch alle Sparten- und Pay-TV-Sender repräsentiert.

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Smart-TV auch im Wohnwagen

Es hat sich eine weitere Empfangsmethode für digitale Medien etabliert: Smart-TV, das sogenannte Internetfernsehen, welches auch Einzug in den Wohnwagen findet.

Der Vorreiter in diesem Bereich Alphatronics baut für die neue SL-Linie standardmäßig SAT- und DVB-T-Receiver, die direkt mit einem Modul für den Empfang des Internets ausgestattet sind. Diesen Fernseher kann man mit einem öffentlichen WLAN-Netz, LTE-Router oder Handy verbinden, um ein Internetzugang aufzubauen.

Als Betriebssystem verwendet Alphatronics Android, welches die meisten Camper auf ihren Tablets und Smartphones installiert haben. Dank des Betriebssystems sind wichtige Anwendungen und die allgemeine Handhabung direkt bekannt, sodass der Nutzer sich nicht erst in das neue System mühselig einarbeiten muss.

Smart-TV ermöglicht das Surfen im Internet über den Fernseher, um beispielsweise Informationen über das jeweilige Reiseziel zu sammeln. Davon abgesehen lassen sich auch Programme, Apps und Spiele auf dem Fernseher laden. Das Smart-TV stellt aber auch eine Quelle für das Radio und das Fernsehen aus der Heimat dar.

Mit der App Zattoo lassen sich viele deutsche Sender in Spanien, Frankreich, Dänemark und Großbritannien empfangen. Zudem bieten diverse Mediatheken und Live-Streams, die sich über das Internet empfangen lassen, eine echte Alternative zu den herkömmlichen Fernsehsendern.

Betrachtet man es rein technisch, so hat das Internet-TV keine Grenzen für das Empfangen. Allerdings sind es rechtliche Fragen, die Sender zum Sperren veranlassen, sobald aus dem Ausland auf die jeweiligen Live-Streams zugegriffen wird.

Satellitenfernsehen dagegen liegt solch einer Einschränkung nicht unter, sodass dies eine der wichtigsten Empfangsmethoden bleibt, wobei sie durch DVB-T ergänzt wird.

Wie wird DVB-T in Zukunft sein?

Vor allem in den Ballungsräumen strahlen die privaten Sender ihre Programme über das terrestrische Fernsehen aus. In ländlichen Regionen wiederum sind praktisch nur die öffentlich-rechtlichen Sender, einige Spartensender und regionale dritte Programme vertreten, was keine allzu große Auswahl darstellt.

Die DVB-T-Antenne ist im Vergleich zu einer Sat-Anlage um einiges günstiger. Jedoch muss man bei einer Neuanschaffung darauf achten, dass sowohl der Fernseher wie auch die Antenne für den modernen Standard DVB-T-2 ausgerüstet sind.

Die zweite Generation des digitalen terrestrischen Fernsehens ging ab Frühling 2016 vor allem in den Großstädten Deutschlands (München, Köln, Berlin) in den Testbetrieb und soll bis zum Jahr 2019 ausgebaut werden. Für das neue Antennenfernsehen braucht man einen neuen Receiver, lediglich die öffentlich-rechtlichen Sender werden weiterhin unverschlüsselt ausgestrahlt.

WLAN – die individuelle gute Lösung

Ist eine Campinganlage gut ausgestattet, so bietet sie selbstverständlich WLAN an. Wie bereits erwähnt, kann man das Smart-TV über WLAN verbinden. Allerdings ist die entscheidende Frage, wie gut sich eigentlich der Campingbetreiber technisch ausgerüstet hat. Vor allem an abgelegenen Stellen kann das Signal schwach sein, was wiederum zu einem verlangsamten Seitenaufbau oder Streaming für einen Fernsehempfang führt.

Darüber hinaus hängt die Signalstärke davon ab, wie viele andere Besucher des Campingplatzes sich zur selben Zeit mit dem Netz verbinden. Je mehr im Netz unterwegs sind, desto weniger Kapazitäten sind für den Einzelnen da. Vor allem zu Stichzeiten kann es entsprechend zur Verlangsamung kommen. Daher wäre es klug, sich im Internet zu bewegen, wenn andere eher unterwegs sind.

Mobilfunk stellt eine Gebührenfalle dar

Vor allem im Inland kann es sehr vorteilhaft sein, wenn man mit dem abgeschlossenen Mobilfunktarif im World Wide Web surft, sofern an dem Wohnwagen respektive Wohnmobil keine Satellitenschüssel angebracht ist. Aber auch hier sollte man bedenken, dass die meisten Flat-Rate-Tarife lediglich ein begrenztes Volumen anbieten.

Das Surfen über Mobilfunk im Ausland ist zwar inzwischen günstiger geworden, weil die EU-Kommission zum 1. Mai 2016 die Abschaffung von Roaming-Gebühren durchgesetzt und gleichzeitig die Verbindungskosten gedeckelt hat. Somit dürfen die Mobilfunk-Provider lediglich ihren jeweiligen nationalen Tarif verlangen und darüber hinaus 5 Cent pro MB kassieren. Allerdings kann genau das ziemlich tückisch werden, denn die meisten sind an einen Flat-Rate-Tarif gewöhnt.

Somit sollte man als Auslandsreisender im Hinterkopf behalten, dass bei großen Datenmengen, wie sie bei einem Streaming entstehen, hohe Gebühren anfallen. Um eine ungefähre Vorstellung zu bekommen, was an Kosten entstehen könnten, folgendes: Für einen Spielfilm mit einer 600 MB Größe würde man 30 Euro bezahlen. Vodafone würde für ein Videostreaming mit einer Dauer von etwa 90 Minuten bei YouTube ganze 42 Euro kassieren.

Fährt man also mit dem Wohnwagen ins Ausland, so sollte man sich nach Alternativen für Videos und Fernsehen umschauen, bevor man sich mit dem Mobilfunknetz die Zeit vertreibt.

TV Empfang im Wohnwagen und Wohnmobil
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Über Carsten Sommerfeld

Autor Carsten Sommerfeld - Outdoor und Camping sind seine Passion. Seit dem er Besitzer eines Wohnwagen ist, hat er praktisch jedes Problem beim Caravan-Camping auf seinen Reisen durch Europa kennlernen dürfen. Viele Lösungen, Tricks und Kniffe beim Umgang mit einen Wohnwagen verrät er auf dieser Webseite und seinem Camping Ratgeber, welchen es auch auf Amazon zu kaufen gibt.

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