Transporter zum Camper umbauen – DIY Vanlife

Ratgeber: Geeignete Basisfahrzeuge, wichtige Einbauten sowie TÜV und Zulassung

Haben Sie nicht auch schon davon geträumt einen Transporter zum Camper umbauen zu können? Es gibt einige Campingliebhaber, die Camper von der Stange eher langweilig finden.  Andere wiederum finden irgendwie keinen passenden Grundriss und wieder andere sehen es einfach nicht ein so viel Geld für ein solches Fahrzeug auszugeben. Es gibt somit verschiedene Gründe, warum so mancher selbst Hand anlegt und sich einen Transporter zum Camper umbaut.

Bevor es allerdings losgeht, gilt es sich zu fragen, wofür man das gute Stück am Ende tatsächlich nutzen möchte. Soll es lediglich im Urlaub zum Einsatz kommen oder eher alltagstauglich sein? Dann sollte man sich noch überlegen, wie viele Personen im Camper mitfahren und auch darin schlafen werden. Wer den Camper zudem auch im Herbst und Winter nutzen möchte, muss außerdem mehr Sorgfalt, sowie Material in die Dämmung stecken.

Hinzu kommt ebenfalls, dass auch die bevorzugte Urlaubsform eine Rolle spielt. Fährt man vorzugsweise auf Campingplätze mit Infrastruktur oder doch lieber auf Stellplätze mit weniger Ausstattung? Je mehr Autarkie die Urlaubform benötigt, desto mehr Technik gilt es in den Camper zu bauen. Das fängt bei der Stromversorgung an, geht weiter zur Wasser-, sowie Gasversorgung und endet in der Regel mit der Sanitär- und Küchenausstattung.

Video: Umbau eines Ford Transit zum Camper

Welche Kastenwagen eignen sich als Basisfahrzeug?

Im Wesentlichen finden sich zwei Arten von Basisfahrzeugen, die sich für den Umbau zum Camper eignen. Demnach gibt es hier die großen Kastenwagen mit Stehhöhe, wie zum Beispiel, der Fiat Ducato und zum anderen die niedrigen, kompakten Transporter, wie beispielsweise der VW T6. Die kleinen Transporter haben in diesem Fall den Vorteil, dass sie in Zusammenhang mit einem Aufstelldach weiterhin alltagstauglich bleiben und trotzdem vier Schlafplätze bereithalten, allerdings verlangt der begrenzte Innenraum hier Kompromisse hinsichtlich des Komforts.

In den großen Transportern dagegen können feste Betten verbaut werden. Außerdem bietet dieses Basisfahrzeug genügend Platz für einen Sanitärraum. Dies kommt vor allem dem Komfort, dem autarken und dem Ganzjahres Campen entgegen. Sämtliche Kastenwagen Fahrzeuge sind außerdem in verschiedenen Ausführungen mit und ohne Fenster, sowie in unterschiedlichen Höhen und Längen auf dem Markt zu finden.

Video: Umbau eines VW T5 zum Camper

Was kostet so ein Umbau?

Pauschal lässt sich diese Frage natürlich nicht beantworten, denn die Kosten eines solchen Umbaus hängen natürlich stark davon ab, was man alles im Inneren verbaut haben möchte und welche Materialien man dazu verwendet. Wer zudem sparen möchte, sollte dies hier immer mit Verstand tun. So kann man, beispielsweise, jede Menge Geld sparen indem man Möbel, sowie diverses Küchenzubehör aus der Fund Abteilung bei Ikea kauft. Nicht sparen sollte man hingegen bei der Sicherheit.

Das heißt bei neuen Bremsen, Reifen, zusätzlichen Scheinwerfern, einer Solaranlage und Ähnliches gilt es besser nicht auf den Euro zu achten. Hilfreich kann es in diesem Fall allerdings sein, wenn man zuvor einen Preis-Leistungsvergleich vornimmt. So kann der Ausbau eines VW Busses schnell mal um die 19.000 Euro kosten, allerdings handelt es sich hierbei dann auch um ein Rundum Sorglos Paket mit zahlreichen Extras.

Was sollte alles eingebaut werden?

Neben einer guten Dämmung benötigt ein solcher Camper ebenso eine gute Bodenplatte. Eine Küchenzeile samt Kocher, Kühlschrank bzw. Kühlbox, Schränken, Schubladen, sowie Spüle ist natürlich auch niemals verkehrt. Gleiches gilt für den Heckschrank, die Sitz/Schlafbank, Schaumstoffmatratzen, sowie einem Tisch. USB-Steckdosen, LED-Lichter, Schalter, eventuelle Dimmer, sowie eine zweite Batterie sind ebenso wichtig, wie unter Umständen eine Drehkonsole, eine Standheizung, sowie einen Sanitärbereich mit Toilette, Dusche und Waschbecken, wenn es der Platz erlaubt.

Im Grunde, ist alles möglich, denn in der kleinsten Hütte ist bekanntlich stets genügend Platz. Wichtig ist es bereits vorab nicht allzu knapp zu kalkulieren, wenn es um den Umbau eines Transporters zum Camper geht. Sämtliche Sachen die mit Camping oder Outdoor zu tun haben, sind leider nicht ganz preiswert. Erst recht nicht, wenn man Qualität erwerben möchte. S gilt ein gesundes Gleichgewicht zwischen Fahrzeug-, sowie Ausbaukosten zu finden.

Gibt es Camper Ausbau Module?

Ja, es gibt inzwischen tatsächlich Camper Ausbau Module, die das Umbauen eines Transportes zum Camper um einiges leichter machen. So hat man hier die Wahl zwischen verschiedenen Ausstattungsvarianten, so dass jeder selbst entscheiden kann, wie hoch der eigene Montageaufwand am Ende ausfällt. Je nachdem wie viel Handwerker in einem steckt und wie viel Zeit man in den Umbau investieren möchte, kann man zwischen verschiedenen Bausätzen und komplett fertig montierten Schrankmodulen wählen.

TÜV und Zulassungskosten

Wer einen solchen Selbstausbau in Angriff nimmt, muss nicht nur handwerklich begabt sein, sondern sich ebenso im Paragraphendschungel auskennen, denn die Richtlinien für Camper sind hart. Der größte Teil der Kosten fällt, wie kann es anders sein, beim TÜV an. Dies ist im Wesentlichen abhängig von den eingebauten Teilen im Camper. Hierbei ist es außerdem ratsam eine finale Gesamtabnahme vorzunehmen, denn so fallen keine doppelten Kosten für die Sichtung an.

In der Regel kostet die reine Wohnmobilzulassung samt Prüfungskosten zwischen 130 und 190 Euro. Allerdings können hier integrierte Artikel, wie beispielsweise, Drehkonsole und Drehsitze weitere Kosten verursachen. In diesem Fall entscheiden Komplexität, sowie Dokumentation der Artikel und Prüfungsintensivität des jeweiligen Prüfers die Höhe der entstandenen Kosten.

Mit zwei eingebauten Drehkonsolen und somit mit einer etwas längeren Prüfungszeit und anderen Kleinigkeiten können die TÜV Zulassungskosten sich dann auch schnell am Ende auf rund 350 Euro summieren.

Fazit: Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Campingliebhaber sich am Ende dafür entscheiden einen Transporter zum Camper umzubauen, anstatt sich ein fertiges Wohnmobil zu kaufen. Wer handwerkliches Geschick besitzt, wird wahrscheinlich sogar jede Mange Spaß am Umbau haben und kann sich auf diese Weise einen Camper ganz nach seinen Wünschen und Bedürfnissen kreieren. Hinzu kommt, dass ein Selbstausbau meist auch jede Menge Geld spart. Jedoch sollte man nicht am falschen Ende sparen. Gerade, wenn es um die Sicherheit geht, sollte man nicht auf jeden Euro gucken. Zumal der TÜV letzten Endes noch einmal alles ganz genau unter die Lupe nimmt.

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